Gangelt-Schierwaldenrath: Schierwaldenrather wollen ihren Spielplatz

Gangelt-Schierwaldenrath: Schierwaldenrather wollen ihren Spielplatz

Ingrid Heim steckt nicht auf. Nachdem bekannt wurde, dass Schierwaldenrath anstelle eines Spielplatzes, für den die FDP-Gemeinderatsfrau sich seit Jahren einsetzt, nun einen Bolzplatz erhalten soll, mobilisiert sie die jungen Familien aus dem Gangelter Ortsteil.

Den möglichen Vorwurf, mit dem Thema Wahlkampf zu betreiben, nimmt sie locker hin: „Wäre der Spielplatz schon da, könnte es kein Wahlkampfthema sein. So wird es jetzt eben ein Wahlkampfthema.“ Dass Heim sich in den vergangenen Jahren auch völlig unabhängig von Wahlterminen für den Spielplatz eingesetzt hat, ist jedenfalls unbestritten.

Die Aufregung hat ihren Ursprung in den Plänen des Ortsrings, anstelle eines Spielplatzes einen Bolzplatz zu errichten. Und das, obwohl im Haushalt 15.000 Euro für den Spielplatz veranschlagt sind. Ortsvorsteher Hans Ohlenforst teilte gegenüber unserer Zeitung zwar mit, eine Kombination aus beidem bauen zu wollen. Doch auch mit dieser Idee will Heim sich nicht anfreunden.

Vor allen Dingen das Argument, im Dorf gebe es zu wenige Kinder, will sie nicht gelten lassen. Denn es gebe 58 Kinder, die zwischen Anfang 2004 und Ende 2013 geboren sind. „17 davon sind Grundschulkinder, die anderen alle jünger“, sagt sie und fragt rhetorisch: „Sind das zu wenige?“

(jpm)
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