Übach-Palenberg: Schauspiel-Schüler treten mit Kindergärten und Altenheimen auf

Übach-Palenberg: Schauspiel-Schüler treten mit Kindergärten und Altenheimen auf

Wie jedes Jahr gelang auch zu Beginn des neuen Schulhalbjahres eine Kooperation des Literaturkurses des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) mit Kindergärten und Altenheim in Übach-Palenberg. Nach durchlaufenem schauspielerischem Grundkurs im Fach Literatur bildeten die Schülerinnen und Schüler drei Planungsteams, die für ihre Zielgruppen kleine Stücke und Szenen entwickelten zum Mitspielen, Mitsingen und natürlich zum Zuschauen.

Mit Material bestückt ging es in die pro-multis Kindergärten Arche Noah und St. Theresia. Die engagierten Schüler trafen hier auf begeisterte Vorschulkinder, die innerhalb von drei Nachmittagen Kostüme bastelten, Schminke ausprobierten, kleine Texte und Lieder einstudierten und sich motiviert auf das Experiment „Theater selbermachen“ einließen.

Bäume und Zwerge

So entstand gemeinsam eine Inszenierung von dem Märchen Schneewittchen, bei dem die Großen die großen Rollen spielten und die Kinder sie bei der Aufführung als Bäume und Zwerge gebannt begleiteten. Dass auch die Kleinen große Aufgaben bewältigen können, bewies die schwungvolle Inszenierung des Dschungelbuches mit einer zweiten Gruppe. Da die Oberstufenschüler eine für die Altersgruppe gemäße Vorlage erstellten, glückte auch hier eine lustige Vorstellung für alle Eltern, die sich von dem Talent ihrer Kinder und der großen Freude, mit der sie agierten, überzeugen konnten.

Eine Herausforderung für Schülergruppen ist immer wieder der Besuch im Altenheim und die Gestaltung eines ansprechenden Programms. Altbekannte Sketche und kurze Alltagsszenen mit verteilten Rollen sorgten auch hier für gute Stimmung und manchen Lacher. Bei selbst gebackenem Kuchen kamen die Bewohner mit den jungen Schauspielern ins Gespräch und der ein oder andere Bewohner gab noch Anregungen für den nächsten Besuch mit auf den Weg.

„Einerseits ist die Projektarbeit außerhalb der Schule für unsere Schüler immer wieder eine anstrengende und zeitaufwendige Aktion. Andererseits nehmen sie eine Fülle von Erfahrungen in der Begegnung mit den Kindern und den alten Menschen mit, von der sie in vielerlei Hinsicht profitieren“, erklärt die Leiterin des Literaturkurses, Sandra Terodde. „Wir hoffen, dass Begeisterung fürs Theater vor allem auch bei den kleinen Kindern geweckt wird.

Für die Gesamtkonzeption unseres Literaturunterrichts bedeuten die sozialen Projekte natürlich auch einen wichtigen Schritt hin zu unserer eigenen Theateraufführung am Ende des Schuljahres.“ Die nächsten Wochen werden für die Schüler besonders arbeitsintensiv, denn es geht mit großen Schritten auf die Inszenierung der Aufführung „Krieg ist Frauensache“ zu — eine Anti-Kriegs-Komödie nach Aristophanes „Lysistrate“. Geplanter Termin ist hierfür der 8. Juni im PZ des Schulzentrums.

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