Geilenkirchen-Teveren: Sanierung der Fliegerhorstsiedlung Teveren ist weiter unklar

Geilenkirchen-Teveren : Sanierung der Fliegerhorstsiedlung Teveren ist weiter unklar

Ist es überhaupt sinnvoll, Fördermittel für die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes für die Fliegerhorstsiedlung in Teveren zu beantragen? Muss zuerst das Konzept doch noch einmal geändert werden? Oder muss ein ganz neuer Plan her? Eines steht fest: Es werden noch Gespräche zwischen betroffenen Bürgern, der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben geführt werden müssen.

Das Entwicklungskonzept für den Umbau der Siedlung hatte der Stadtrat im Dezember vorbehaltlich einer zeitnahen Bürgerbeteiligung beschlossen. Über das Ergebnis der Einwohnerversammlung wurde der Stadtrat jetzt per Protokoll unterrichtet. Das sollten die Stadtverordneten zur Kenntnis nehmen. Doch in der Ratssitzung am Mittwochabend meldete sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden zu Wort. „Keiner der rund 150 anwesenden Bürger hat sich auf der Einwohnerversammlung für unser Konzept ausgesprochen. Es waren alles vernünftige Wortmeldungen von Menschen, die nicht aus ihren Häusern ausziehen wollen, weil manche von ihnen bereits seit über 40 Jahren dort wohnen“, sagte Benden.

Die in der Siedlung wohnenden Menschen seien eigentlich zufrieden, wie es ist. „Sie wollen lediglich, dass die Straßen, Kanäle und die Beleuchtung saniert werden. Jetzt ist ihnen bewusst geworden, dass man ihre Siedlung auf links drehen will“, sagte Benden weiter.

Stellvertretender Bürgermeister Leonhard Kuhn, der den erkrankten Bürgermeister Georg Schmitz vetrat, warnte: „Die Fördermittel sind nur mit der Umsetzung des Konzeptes verbunden.“ Der Teverener Ortsvorsteher Hans-Josef Paulus (CDU) hatte die Verwaltung gebeten, mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben offene Fragen zu klären. „Es muss noch geklärt werden, ob der Plan richtig ist. Ansonsten müssen wir ein Konzept erarbeiten, das von den Bürgern mitgetragen wird“, sagte er.

Weiter Einfluss nehmen

Die Bima, so Paulus weiter, sei Eigentümerin der Siedlung. Auf sie müsse die Stadt Einfluss nehmen, damit die Bürger im Verfahren mitgenommen werden. Ihm pflichtete sein Fraktionskollege Lars Speuser bei. „Wir müssen die Bima in die Pflicht nehmen.“

Benden meldete sich nochmals zu Wort: „Eine Bürgerversammlung ist keine einmalige Kiste, und dann machen wir doch, was wir wollen.“

Dass die Bima zugesagt hatte, niemandem die Kündigung zu schicken, wusste auch SPD-Fraktionschef Christoph Grundmann: „Man kann aber auch eine Luxussanierung machen, so dass sich keiner mehr die Miete leisten kann, man kann die Häuser verfallen lassen und vertreibt damit die Mieter“, befürchtete er.

Wilfried Kleinen, Fraktionschef Geilenkirchen bewegen! und FDP, meinte: „Wir brauchen das Konzept nicht. Wir können es nicht umsetzen, weil die Bima kein Interesse hat. Und auch die Mieter haben kein Interesse. Die Bürger wollen vernünftige Kanäle und Straßen, mehr nicht.“ Wie es jetzt weitergeht, ist noch offen. Es wird weiter miteinander gesprochen.

(st)