Reunion-Treffen auf der Geilenkirchener Air Base

Wiedersehen : Reunion-Treffen auf der Geilenkirchener Air Base

Elf ehemalige Jet-Piloten trafen sich zur Feier des 40-jährigen Jubiläums des Beginns ihres multinationalen Ausbildungsprogramms auf dem NATO-Flughafen Teveren.

1979 flogen 26 junge Flugzeugführeranwärter der niederländischen Koninklijke Luchtmacht und der deutschen Luftwaffe erstmalig gemeinsam von Köln zur Sheppard Air Force Base im texanischen Wichita Falls, um in Amerika ihre Ausbildung zum Jetpiloten zu beginnen. Damit war der Grundstein gelegt, für das inzwischen äußerst erfolgreiche multinationale Ausbildungsprogramm Euro-NATO Jet Pilot Training Program.

Inzwischen nehmen zukünftige Einsatzpiloten aus 14 Nationen an diesem Programm teil. Zu den damaligen Teilnehmern, die ihre Ausbildung zum Jetpiloten schließlich erfolgreich abschließen konnten, gehörten auch die damaligen Leutnante Werner Nemetschek und Gero Ronneberger. Beide beendeten ihre aktive Dienstzeit in Geilenkirchen beim NATO E-3A-Verband und wurden in Geilenkirchen ansässig.

Oberst a.D. Werner Nemetschek und Oberstleutnant a.D. Gero Ronneberger werden die ersten Tage in Texas nie vergessen. Mit einer Boing 707 waren die deutschen und niederländischen Pilotenanwärter am 6. April 1979 zur Sheppard Air Force Base geflogen, um dort auf zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen, einem Unterschall und einem Überschallflieger, geschult zu werden. Wenige Tage nach ihrer Ankunft, am 10. April 1979, ließ ein ungewöhnlich starker Tornado, der über Wichita Falls hereinbrach, die Gedanken an das Fliegen ruhen. 44 Tote forderte diese Naturkatastrophe. 50 Prozent der Unterkünfte waren zerstört worden.

Zu den Jets, die die jungen Piloten nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung flogen, gehörten der Starfighter F-104 und die Phantom F-4.  Nach der militärischen Fliegerei wechselten manche der Piloten zu zivilen Luftfahrtunternehmer oder wie Nemetschek und Ronneberger zum NATO E-3A-Verband.

Geselliger Austausch

Oberstleutnant a.D. Gero Ronneberger hatte das Reunion-Treffen auf der Geilenkirchener Air Base organisiert. Aus Bayern, Friesland und den Niederlanden waren die Teilnehmer angereist. Sie erhielten eine Führung über den Flugplatz und eine Einführung in den NATO-E-3A-Verband. Im Mittelpunkt des Treffens stand aber der gesellige Austausch, der zünftig im Bavaria-Keller der Air Base endete.

Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz begrüßte die Gäste auf dem Flughafen im Namen der Stadt Geilenkirchen und lud sie ein, ihre Reunion mit einem Besuch des Geilenkirchener Weinfestes abzurunden.

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