Geilenkirchen/Köln: Realschüler stellen im NS-Dokumentationszentrum aus

Geilenkirchen/Köln: Realschüler stellen im NS-Dokumentationszentrum aus

Seit 18 Jahren erinnern junge Leute am Schülergedenktag im NS-Dokumentationszentrum in Köln an die Verbrechen der Nazis. „Erinnern − eine Brücke in die Zukunft“ heißt das Thema der Ausstellung in diesem Jahr, die noch bis zum 1. März dauert. Auch Werke von Geilenkirchener Realschülern sind dort nun zu sehen.

„Manchmal wird behauptet, die Jugendlichen von heute interessierten sich nicht für den Nationalsozialismus und seine Folgen,“ sagt Werner Jung vom Dokumentationszentrum, „aber wir beobachten das Gegenteil. Der Jugend- und Schülergedenktag ist eine Erfolgsgeschichte.“

Seit 18 Jahren erinnern junge Leute damit an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren. Auch diesmal hat der Direktor des NS-Dokumentationszentrums interessierten Schulen und Jugendgruppen Raum für Arbeiten gegeben.

Zur Eröffnung der Ausstellung mit Fotos, Videos, Installationen und vielen anderen Kunstformen waren Vertreter von neun Schulen gekommen, die ihre Werke selbst erläuterten.

Verarbeitet wurden die eigenen Erfahrungen bei einem Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz, im El-De-Haus oder bei der Begegnung mit aktuellen Formen des Rechtsradikalismus.

Wohl am plakativsten war die Arbeit der Realschule Geilenkirchen, die zwei Litfaßsäulen gestaltete. Auf der einen Säule zeigte sie Bilder und Texte aus der NS-Zeit, auf der anderen Dokumente des gegenwärtigen Rechtsradikalismus. Ihre Aufforderung: „Schaut nicht weg, seid nicht wie die Menschen damals.“