Geilenkirchen: Ratsmitglieder beantworten die Fragen von Jugendlichen

Geilenkirchen: Ratsmitglieder beantworten die Fragen von Jugendlichen

Der Stadtjugendring Geilenkirchen hatte zu einer Diskussion unter dem Titel „Jugend trifft auf Politik” eingeladen. In einer Tischreihe saßen zehn Politiker der fünf im Rat vertretenen Parteien vor den jugendlichen Gästen und beantworteten zunächst einige allgemeinere Fragen, die im Vorfeld von Klaus Striebinger, Vorsitzender des Stadtjugendringes und Leiter der Diskussion, bei Jugendlichen gesammelt worden waren.

Der Stadtjugendring ist eine vom Stadtrat ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft, die sich mit den Belangen der Jugend in Geilenkirchen befasst und sie bestmöglichst unterstützt und in der Öffentlichkeit vertritt.

Die Frage, was die Politik in Geilenkirchen der Jugend denn bringen kann, beantwortete Hans Jürgen Benden von den Grünen folgendermaßen: „Ich denke, die Politik bietet die Möglichkeit der Einflussnahme. Die Gruppen von Jugendlichen können nicht viel umsetzen - das kann die Politik leisten.”

Schulstadt

Bei der Präsentation seiner Partei wurde er von Ruth Thelen unterstützt. Nachdem die Liste der Fragen abgearbeitet war, erteilte der Gesprächsführer das Wort für jeweils fünf Minuten an die verschiedenen Parteien, damit diese sich in eigenen Worten vorstellen konnten.

Für die CDU sprach zunächst Franz-Michael Jansen, unterstützt durch Wilhelm Wolff, und betonte, dass man viel Wert auf die Schulpolitik legen müsse, da Geilenkirchen eine „exorbitante Schulstadt” sei, da sich in ihr so viele Schulen mit einer so großen Schülerzahl sammeln. Die Grünen betonten, wie wichtig ihnen auch die Verbindung der verschiedenen Generationen in Geilenkirchen sei und verwiesen damit unter anderem auf ihr angestrebtes Mehrgenerationenhaus.

Kino gewünscht

Herbert Brandt und Christian Kravanja als Vertreter der Bürgerliste betonten, dass das Politikinteresse der Bürger gestärkt werden müsse, und dass man „auf Jugendliche wie auf Erwachsene zugehen” müsse.

Uwe Eggert sprach unter anderem, unterstützt von Dr. Joachim Möhring, von den Bemühungen der SPD um ein kostenloses erstes Jahr in Kindergärten und von dem Wunsch der vornehmlich jungen Bürger, ein Kino in die Stadt zu holen. Die FDP wurde an diesem Abend von Nils Kasper und Toska Frohn vertreten.

Kasper sagte beim Vorstellen seiner Partei, dass Vereine mit Jugendarbeit „ganz massiv gestärkt werden sollten” und brachte die Idee eines „Disco-Busses” vor, der selbst zu später Stunde Jugendliche zuverlässig nach Hause bringen soll. Nun waren die Jugendlichen an der Reihe, die Politiker direkt zu fragen, was sie schon lange interessierte.

So wurden sowohl die ungewisse Situation des alten Extra-Gebäudes als auch die Bauarbeiten in der Geilenkirchener Innenstadt thematisiert. Diese verteidigte Franz Michael Jansen (CDU) damit, dass es eine „Zeit auf Probe” sei und ja „nicht dauernd herumgedoktert” werden würde. Uwe Eggert (SPD) fügte hinzu, dass man schließlich versuche, eine Flaniermeile zu schaffen. Ähnlich wurden auch Stimmen laut, wozu denn ein neues, zusätzliches Jugendzentrum dienen solle.

Kein Konkurrenzkampf

Darauf erklärte Jürgen Benden (Grüne), dass die bisherigen Einrichtungen nicht alle Jugendlichen erreichten und diese in das Konzept des neuen Hauses mit einbezogen werden sollen. Joachim Möhring (SPD) betonte zudem, dass es im Falle des Baus keinen Konkurrenzkampf unter den Zentren geben solle. Nachdem nach zwei Stunden auch die letzte Frage geklärt war, luden die Organisatoren des Stadtjugendringes alle Jugendlichen und Politiker zum Grillen und weiteren Gesprächen ein. Allerdings war es ausgesprochen schade, dass so wenige Jugendliche gekommen waren.

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