Rhenania muss warten: Rat soll über neues Sportheim entscheiden

Rhenania muss warten : Rat soll über neues Sportheim entscheiden

Der Antrag des FC Rhenania Immendorf auf Errichtung eines Sportheimes auf dem Sportplatzgrundstück wurde von den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses auf die nächste Ratssitzung vertagt.

Die Bauarbeiten für das Sportheim sollten mit dem Sportplatzneubau in diesem Jahr verbunden werden, damit es rechtzeitig zum 110-jährigen Vereinsjubiläum im nächsten Jahr fertig ist.

Die von dem Baesweiler Architekten Siegfried Schaffrath vorgestellte Planung bezeichnete Jürgen Benden, Fraktionschef der Grünen, als „gelungen“. Die Grünen seien für eine Vereinsförderung offen, Vereinsheime seien notwendig, betonte er. Solange allerdings junge Familien in Geilenkirchen nicht gefördert würden, würde sich seine Fraktion dagegen aussprechen. „Denn wir machen damit auch anderen Vereinen Lust auf ein Vereinsheim mit Theke. Und diese Lust können wir nicht mehr stillen“, sagte er und fragte: „Muss jeder Ort sein eigenes Bürgerhaus haben? Ist ein Zusammenschluss von einigen Dörfern nicht der bessere Weg?“

Die Landesregierung habe nicht ohne Grund ein Programm aufgelegt, sagte dazu Aussschussvorsitzender Hans-Josef Paulus. Die Menschen sollten in den Vereinsheimen und Bürgerhäusern zusammengeführt werden.

Gabi Kals-Deußen (Für GK!“) monierte: „In dem Vortrag war oft die Rede von Theke mit Ausschank. Wie die Bürger dieses Vereinsheim nutzen können, zeigt das Konzept nicht.“ Immendorf erhalte einen super Sportplatz, andere Orte seien schlechter gestellt. „Kein Vereinsheim ohne Konzept“, forderte sie.

Fragen zur Finanzierung

Barbara Slupik (CDU) sah es anders: Die Planung sei gelungen, der Verein habe ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorgelegt. „Der Verein schultert 67 Prozent selbst. Außerdem leisten unsere Vereine wertvolle Kinder- und Jugendarbeit.“ Ablehnung kam von der SPD: „Gegen den Plan ist nichts zu sagen. Allerdings beinhaltet er nicht das, was wir vorhatten. Wir wollten ein Bürgerhaus und nicht ein Gebäude für nur einen Verein.“ Ursula Rudzki (FDP) meinte: „Wir sind die Gralshüter des städtischen Geldes und recht nervös: Es gibt keine Umkleide, es gibt keine Dusche. Die Planung geht doch von einem Sportlerheim weg.“

Da nicht nur Fragen nach einem Konzept, sondern auch zur Finanzierung aufkamen, schlug Barbara Slupik vor, die Entscheidung erst bei der nächsten Ratssitzung zu treffen. Der Rat tagt am Mittwoch, 20. Februar, 18 Uhr. Einstimmig beschlossen hingegen wurde der Neubau einer Turnhalle auf dem Grundstück der GGS Gillrath. Die Planung des Übach-Palenberger Architekten Ralf Hansen wurde mit Beifall aufgenommen. Jürgen Benden wies bei der Gelegenheit auf die Raumnot der Offenen Ganztagsgrundschule hin.

„Können mit dem Neubau nicht auch Räume für die OGS angebaut werden?“, fragte er. Beigeordneter Herbert Brunen erklärte, nicht nur durch die OGS, sondern auch aufgrund der steigenden Anmeldezahlen sei Raumbedarf gegeben. Es gebe aber die Möglichkeit, Räume anzubauen.

(st)
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