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Übach-Palenberg: Prinz Jörg I. tanzt sich in die Herzen der Jecken

Übach-Palenberg : Prinz Jörg I. tanzt sich in die Herzen der Jecken

Mann an der Tür, Ansprechpartner für die Künstler, Gute-Laune-Garant und Saubermann in einem: Wolfgang Dressel von der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) hatte bei der Galasitzung „seiner“ KG am Samstag wirklich viele Posten. Die erfüllte er nicht nur bestens, sondern hatte auch noch einen riesigen Spaß dabei.

Das galt natürlich auch für den Elferrat, der mit Vorsitzendem Hans-Josef Offermanns und Präsident Michael Falk durch ein hervorragendes Programm führte.

Tanzmariechen Yasmin Schneider zeigte bei der Kostümsitzung der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft erstklassige Leistungen. Foto: Markus Bienwald

Neben der brillanten Gestaltung durften die selbstverständlich in schöne Kostüme gewandeten Gäste auch ein Bühnenbild der Extraklasse genießen, das mit Wasserturm, Bergleuten und den „Müüs“ — den Mäusen in Übach — auch viele schön gemalte Erinnerungen an die Ortsgeschichte umfasste.

Ob er malen kann, verriet der „Tulpenheini“ bei seinem Gastspiel auf der Bühne zwar nicht. Dennoch sorgte er mit teils haarsträubenden Geschichten für Lacher und war weit mehr als nur ein würdiger Eisbrecher für eine hervorragende Galasitzung.

Knaller Nummer zwei war der Auftritt des Stadtprinzenpaares Jörg I. und Tina I. (Schneider), die sich wie kaum ein Amtsvorgänger zuvor ins Zeug legten. Sogar eine kleine eigene Tanzshow hatten die jeck durchgefärbten Stadtregenten von der Karnevalsgesellschaft „Scherpe-Bösch-Wenk“ mit dabei. Zum Schluss fiel Jörg I. sogar in den Spagat, was für Extrajubel im begeisterten Publikum sorgte.

Die eigenen Tanzgruppen wie „Mascerade“, die als lustige Clowns, angeführt von einem jecken Polizisten, die Bühne stürmten präsentierten sich danach noch in tollen Barockkostümen. Ob sie wirklich, wie schon bei der Galasitzung der eigenen KG angekündigt, nach 20 Jahren Schluss machen, blieb ebenso offen wie die Reaktion auf die Aufforderung von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, doch noch weiterzumachen oder sich zumindest später wiederzuvereinigen.

Eine Truppe, die noch am Beginn ihrer Karriere steht, waren die „City Girls“ aus Jülich, die mit ihren italienisch angehauchten Tanzeinlagen für Schwung und funkelnde Augen bei so manch männlichem Besucher sorgten. Spaß bis zum Abwinken brachte auch das „Julchen aus Vaals“ in den Saal, die mit ihren kleinen Stories die Stimmung zum Überkochen brachte.

Ordentlich eingestimmt waren die danach auftretenden Mitglieder des Karnevalsausschusses Setterich auf jeden Fall, denn sie hatten im hinteren Bereich des toll geschmückten Saales schon vor dem eigenen Bühnenspiel die überbordende gute Laune genossen.

Da konnten die Weisweiler Fanfaren als funkelnder Abschluss und „Et Hühldöppe“ in der Bütt mit seinen Wortspielen wie „Rhabarber-Barbara-Bar-Barbaren-Bart-Barbier“ noch ein wenig draufsetzen und zündeten damit die letzten Raketen einer sehenswerten Sitzung in der Übacher Stadthalle.

Und am Ende, als Wolfgang Dressel auch die letzte seiner großen Nummern am Eingang aufgehängt hatte, durfte nicht nur er sich mehr als zufrieden zurücklehnen, denn das war ein großer Karnevalsabend.