Geilenkirchen - Personalkosten in zehn Jahren um 56 Prozent gestiegen

Personalkosten in zehn Jahren um 56 Prozent gestiegen

Von: st
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Neues Factbook zeigt: In Erkelenz und Hückelhoven ist die Verwaltung teurer als in Geilenkirchen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Geilenkirchen. Auf durchschnittlich 19.472 Euro beläuft sich das Einkommen jedes Geilenkirchener Bürgers. Damit stand 2014 jedem Geilenkirchener Bürger 1206 Euro mehr als im Jahr 2011 zur Verfügung. Diese von Toni Stumpf im Factbook aufgeführten Daten hat er IT NRW (amtliche Statistikstelle für Nordrhein-Westfalen) entnommen.

Die Übach-Palenberger hatten demnach weniger Geld zur Verfügung: Im Jahre 2011 waren es 15.666 Euro, im Jahre 2017 16.896 Euro. Auch in Baesweiler und in Hückelhoven hatten die Bürger weniger Geld zur Verfügung: In Baesweiler waren es im Jahr 2014 17.716 Euro, in Hückelhoven 16.409 Euro. Mehr Geld verdienen die Erkelenzer: durchschnittlich 19.137 Euro im Jahre 2011, 20.545 Euro im Jahr 2014.

11.813 Geilenkirchener sind Lohn- und Einkommensteuerpflichtige. Nur 205 und damit ein Anteil von 1,74 Prozent verdienen 125.000 und mehr Euro im Jahr. 1764 Geilenkirchener oder 14,93 Prozent verdienen zwischen 50.000 und 125.000 Euro. 35.000 bis 50.000 Euro im Jahr verdienen 1731 Geilenkirchener (14,65 Prozent), 30.000 bis 35.000 Euro 951 Bürger (8,05 Prozent), 25 000 bis 30.000 Euro 1089 (9,22 Prozent), 20.000 bis 25.000 Euro 1079 (9,13 Prozent), 15.000 bis 20.000 Euro 991 (8,39 Prozent), 10.000 bis 15.000 Euro 940 (7,96 Prozent), 5000 bis 10.000 1057 (8,95 Prozent), 1 bis 5000 Euro 1347 (11,40 Prozent). Die Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen verdienen in Geilenkirchen insgesamt 369 202.000 Euro im Jahr und zahlen 53 824.000 Euro Lohn- oder Einkommensteuer.

Auf Daten von IT NRW und der Bertelsmannstiftung beruhen auch die Analysen von Toni Stumpf zu den Kosten der Stadtverwaltung:

Im Jahre 2006 hatte Geilenkirchen 212 kommunale Beschäftigte, diese Zahl stieg bis 2015 auf 245 an. Der Anteil der Beamten stieg im Laufe dieser Zeit von 59 (27,8 Prozent) auf 60 (24,5 Prozent). Die Stadt Übach hat mit 155 kommunalen Beschäftigten wesentlich weniger Mitarbeiter und mit 35 (22,6 Prozen) weniger Beamte. Mehr Beschäftigte hat die Stadt Baesweiler: Die Zahl stieg von 2006 bis 2015 sogar von 214 auf 270, alllerdings liegt der Anteil der Beamten mit 20 bei einem Anteil von nur 7,4 Prozent.

Die Entwicklung der kommunalen Personalkosten pro Einwohner ist im Zeitraum von 2006 bis 2015 in Geilenkirchen um 56 Prozent angestiegen und liegt damit weit über dem Durchschnitt aller NRW- Kommunen, der 31,7 Prozent beträgt. Ebenfalls überdurchschnittlich ist die Entwicklung der Personalkosten pro Einwohner in Wegberg (35 Prozent), Heinsberg (41,1 Prozent) und Waldfeucht (42,5 Prozent). Besonders gut steht Übach-Palenberg mit einem Anstieg von 17,4 Prozent da, gefolgt von Gangelt (18,9 Prozent), Selfkant (23,9 Prozent), Erkelenz (28,4 Prozent) und Hückelhoven (30,7 Prozent). Bei der Stadt Baesweiler sind die kommunalen Personalkosten pro Einwohner um 21,9 Prozent gestiegen. „Die Stadt Geilenkirchen leistet sich eine extrem teure Verwaltung. Hier gibt es nicht zu viel Personal, aber es verdient sehr gut“, erklärt Stumpf.

Für die städtischen Personalkosten musste im Jahr 2006 jeder Geilenkirchener Bürger 307 Euro im Jahr zahlen, im Jahr 2017 waren es bereits 479 Euro. Allerdings ist Geilenkirchen hier nicht Schlusslicht. Mehr noch zahlen die Hückelhovener (490 Euro) und die Erkelenzer (493 Euro). Die Übach-Palenberger zahlen pro Einwohnmer 399 Euro, die Gangelter 327 Euro, die Waldfeuchter 426 Euro, die Selfkanter 358 Euro, die Wegberger 413 Euro, die Heinsberger 460 Euro. (wird fortgesetzt)

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