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Geilenkirchen: Parteivorsitz: SPD wählt schon, CDU sucht noch

Geilenkirchen : Parteivorsitz: SPD wählt schon, CDU sucht noch

Die Geilenkirchener SPD wählt am Freitagabend einen neuen Vorsitzenden. Nachdem der bisherige Parteichef Stefan Mesaros und die Stadtverordnete Gabi Kals-Deußen den Sozialdemokraten ihr rotes Parteibuch hingeworfen und im Stadtrat die neue Fraktion „Für GK!“ gegründet haben, ist die Neuwahl erforderlich.

Bisher haben zwei junge Leute — der Stadtverordnete und Geschäftsführer des Ortsvereins Marko Banzet und der stellvertretende Ortsvereins-Geschäftsführer Omer Semmo — Interesse signalisiert.

Aber auch bei der öffentlichen Versammlung am Freitagabend, 19.30 Uhr im Immendorfer Saal Werden-Pongs, werden noch Vorschläge aus den Reihen der Mitglieder angenommen, über die dann abgestimmt wird. „Wir haben uns noch nicht festgelegt. Es wird am Freitagabend diskutiert, und es wird spannend“, erklärt Christoph Grundmann, SPD-Fraktionschef im Geilenkirchener Stadtrat. Eines macht er deutlich: „Wir wollen von dem früheren Geklüngel Abstand nehmen.“

Die Geilenkirchener Christdemokraten kommen derweil noch nicht so richtig aus den Startlöchern. Auch nach einer Sitzung des erweiterten Geilenkirchener CDU-Stadtverbandsvorstandes am Montagabend in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Heinsberg sind die Christdemokraten noch weiter auf Kandidatensuche für die vakanten Posten. Nachdem die ehemalige Vorsitzende Theresia Hensen und ihre Stellvertreter Wilhelm-Josef Wolff, Leonhard Kuhn und Wilfried Kleinen aufgrund der innerparteilichen Querelen die Partei verlassen und die eigene Fraktion „Geilenkirchen bewegen!“ im Rat der Stadt Geilenkirchen gegründet haben und Barbara Slupik als Pressesprecherin zurückgetreten ist, müssen die Posten des Vorsitzenden, der Stellvertreter und des Pressesprechers neu besetzt werden.

Derzeit obliegt Kirsten vom Scheidt, Geschäftsführerin des Geilenkirchener CDU-Stadtverbandes und Ratsmitglied, als Überbleibsel des geschäftsführenden Vorstandes die Hauptarbeit in der Partei. Für die Suche nach geeigneten Kandidaten ist allerdings Christoph Kaminski, Kreisschatzmeister und Mitglied des erweiterten Geilenkirchener CDU-Stadtverbandsvorstandes, beauftragt worden, Gespräche mit in Frage kommenden Parteifreunden zu führen.

Wie Kirsten vom Scheidt am Dienstag erklärte, seien bei der Sitzung am Montagabend wider Erwarten noch keine Namen genannt worden. Kaminski wolle noch weitere Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen und die Meinung der Ortsverbände einholen, sagte sie. Ende Januar werde eine weitere Vorstandssitzung stattfinden, bei der Kaminski die Kandidaten präsentieren wird. Das letzte Wort allerdings haben die Mitglieder bei einer Versammlung am 18. Februar in der Gaststätte Werden-Pongs.

Unklar ist auch noch, wie es in den Ortsverbänden aussieht. Nach dem Rücktritt von Heinz Kohnen als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Geilenkirchen soll hier am 7. Januar in einer Vorstandssitzung über einen Nachfolger gesprochen werden.

Der neue Vorsitzende soll am 21. Januar gewählt werden. Auch die vakanten Vorstandsposten in Grotenrath und Gillrath können derzeit noch nicht besetzt werden. Wie Kirsten vom Scheidt erklärte, gibt es derzeit weder Namen noch Termine.

„Ich würde auch gerne auf die Erfahrung von jungen Damen zurückgreifen. Aber es ist schwierig, Frauen zu motivieren. Viele winken angesichts der Doppelbelastung durch Beruf und Familie ab.“ Sicherlich, so die Geschäftsführerin, habe man am Montagabend auch über die jüngste Vergangenheit gesprochen.

„Es hat viel Lob dafür gegeben, dass die CDU sich wieder zusammengerauft hat und mit einem neuen Fraktionsvorstand auf einem guten Weg ist. Die Zusammenarbeit in der Fraktion ist gut, auch mit Barbara Slupik, Manfred Schumacher und Karl-Peter Conrads. So habe ich jetzt auch keine Bedenken, dass wir einen guten Vorstand finden.“

Dass die Gräben nicht mehr ganz so tief sind, zeigt auch die Tatsache, dass Slupik und Schumacher zu dem Treffen am Montag eingeladen worden waren, obwohl sie nicht dem erweiterten Vorstand angehören. Lediglich Conrads habe sich, so vom Scheidt, aus „beruflichen Gründen“ entschuldigt.