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Geilenkirchen: Ordnungsamt macht jetzt Dampf

Geilenkirchen : Ordnungsamt macht jetzt Dampf

Als Ergebnis der bisherigen erfolgreichen Überwachung des ruhenden Verkehrs und der Schaffung von mehr Transparenz im Stadtbild will das Ordnungsamt der Stadt Geilenkirchen seine Präsenz in Zukunft noch weiter verstärken.

Wie mehrfach in den vergangenen Monaten berichtet, konnten die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde im schulischen Umfeld und an Brennpunkten in der Stadt Drogenkonsumenten wie auch Dealer aufgreifen und zur Anzeige bringen.

Erst vor wenigen Tagen trafen zwei im Außendienst tätige städtische Beamte in der Konrad-Adenauer-Straße einen 37-jährigen Mann an, der nachmittags auf offener Straße Cannabis konsumierte. Obwohl beide Mitarbeiter ihren Dienstausweis vorgezeigt hatten, kam der Mann der Aufforderung sich auszuweisen nicht nach.

Im Gegenteil, er beleidigte die Beamten und versuchte zu flüchten. Außerdem drohte der 37-Jährige den Ordnungsbeamten Schläge an. Die zu Hilfe geholte Streifenwagenbesatzung konnte den Mann schließlich zur Überprüfung der Personalien mit zur Polizeiwache nehmen. Die aufgefundene geringe Menge Marihuana und sein Cannabis-Joint wurden sichergestellt.

„Die Aufgriffe der Drogenkonsumenten veranlassen uns, weiterhin Augen und Ohren offen zu halten”, sagt Beigeordneter Herbert Brunen. Die Ordnungspartnerschaften mit anderen Behörden, wie der Polizei, hätten sich bewährt. Auch die Bürgersprechstunden hätten Ergebnisse gezeigt. „Der Aufgabenbereich einer Kommune hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert”, erklärt der Leiter des Geilenkirchener Ordnungsamtes, Armin Kaumanns.

Gegen Kriminalität

Die Stadt Geilenkirchen verstehe unter der Außendiensttätigkeit nicht die Verteilung von „Knöllchen”, sondern lege vielmehr auch das Augenmerk auf die Bereiche Kriminalität und Vandalismus. „Farbschmierereien und Graffiti an Gebäuden, aggressives Betteln, exzessiver öffentlicher Alkoholgenuss, Vandalismus und Pöbeleien sowie Drogenkonsum in der Öffentlichkeit haben in Stadtzentren, an Bahnhöfen und auf öffentlichen Plätzen erkennbar zugenommen”, weiß Armin Kaumanns.

Dies nähre wiederum die Kriminalitätsfurcht der Bürger und führe zu einer Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls. Um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden, komme es zu einer Prioritätenverlagerung bei der ordnungsdienstlichen Überwachung, die eine umfangreiche und personalaufwendige Außendienststrategie erforderlich mache.

„Die Vermeidung von Vandalismus ist nur durch die Erhöhung des Entdeckungsrisikos zu erreichen, deshalb müssen wir mehr Transparenz schaffen”, ergänzt Beigeordneter Herbert Brunen. Ordnungsbeamter Heinz Robertz erhielt vor wenigen Tagen Unterstützung durch Jürgen Jansen. Die beiden „Ordnungshüter” sind - jeweils eigenständig oder im Team - in Geilenkirchens Straßen und Gassen unterwegs und sorgen hier nach ihren Möglichkeiten für Ruhe und Ordnung. Verstärkte Mitwirkung bei der Schaffung verbesserter Infrastruktur und Transparenz im Bereich von öffentlichen Anlagen.

Sicherheitsbesprechungen und Bildung von Ordnungspartnerschaften zur allgemeinen Verbesserung des Sicherheitsgefühls.

Intensivierung eines vertrauensvollen Kontaktaufbaus zu Kindern und Jugendlichen.

Konsequente Verfolgung und Ermittlung von Sachbeschädigungen und Vandalismus sowie alternativ mit Erziehungsberechtigten abgestimmte Maßnahmen bei jugendlichen Handlungstätern.