Übach-Palenberg: Oerlikon Schlafhorst: Standort wird mit „Technikum” gefestigt

Übach-Palenberg: Oerlikon Schlafhorst: Standort wird mit „Technikum” gefestigt

Das Unternehmen Oerlikon Schlafhorst stärkt seinen Standort Übach-Palenberg. Der Hersteller von Textilmaschinen investiert an der Carlstraße in ein so genanntes Technikum. Mit dem Ende dieses Bauabschnitts wird für Forschung und Entwicklung die Summe von fünf Millionen Euro platziert sein.

Am Dienstagnachmittag unternahmen Geschäftsführung, Planer und Vertreter der Stadt Übach-Palenberg den ersten Spatenstich für das Projekt, das in etwa einem Jahr abgeschlossen sein soll. Dieses Ziel nehmen die Bauausführenden ernst, denn unmittelbar nach dem kurzen offiziellen Akt begannen die Fräsarbeiten auf dem markierten Asphalt.

Zu den aktuell 1050 Mitarbeitern des Hauses kommen rund 20 hinzu, die vom alten Unternehmensstandort Mönchengladbach übernommen werden. Im Neubau werden - einschließlich der Laboreinheiten - gut 50 Beschäftigte ihrem Auftrag nachkommen.

Das sei ein wichtiger Beitrag zur Unternehmensentwicklung, sagte Gerard Küsters, Geschäftsführer der Oerlikon Schlafhorst GmbH. Man entspreche so den Anforderungen des Weltmaktes, sich auf die richtigen Produkte einzustellen. Folglich ein „Schritt nach vorn mit Hebelwirkung, auch für die Partner des Unternehmens”. Viele Beteiligte hätten auf diesen Tag hingearbeitet, der „ein großer Meilenstein” sei für die Firma, wofür man sich auch bei der Stadt Übach-Palenberg und deren Unterstützung bedanke.

Das griff Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gerne auf, der sich glücklich schätzte, den „Markt- und Technologieführer” Oerlikon Schlafhorst auf dem Boden Übach-Palenbergs zu sehen. Und natürlich die starken Veränderungen, die der größte Arbeitgeber der Stadt veranlasse, die „der Carl­straße ein neues Gesicht geben wird”. Entwicklung, Produktion und Vermarktung an einem Ort würden die Unternehmensposition im Weltmarkt der Textilmaschinenbranche ausbauen.

„Oerlikon als ortsansässiger und leistungsstarker Betrieb ist ein Beweis für den Wandel der ehemaligen Bergbaustadt, die sich mehr und mehr als moderner, aufstrebender Wirtschaftsstandort etabliert”, betonte Wolfgang Jungnitsch. „Es freut mich sehr, dass sich die Firma Oerlikon Schlafhorst mit dem Neubau des Technikums zu dem Produktionsstandort Übach-Palenberg deutlich bekennt.”

Aus Zürich war Projektplaner Beat Küttel angereist. Sein Büro habe die Entwürfe mit Freude erstellt, sagte er. Es sei auch eine Aufgabe gewesen, Ökonomie und Ökologie in den Baubestand einzubringen. Er dankte in diesem Zusammenhang dem Erkelenzer Partner-Ingenieurbüro Viethen für die lokale Bauleitung und dem ausführenden Gangelter Unternehmen Schlun.

Der Neu- und Umbau mit dann fast 2900 Quadratmetern Nutzfläche wird entlang der Carlstraße an der linken Seite des Haupteingangs anschließen. Das so gewonnene Technikum für Forschung und Entwicklung samt Textiltechnologielabor und Ausstellungsplatz „führt die klare Architektursprache der bisherigen Anlage weiter”, schilderte Beat Küttel den Fortbestand der rechteckigen Anlage.

Verwendet wird sie - ausgestattet mit Spinn- und Spulmaschinen - für die Prüfung, Kontrolle sowie Weiterentwicklung des gesamten Produktspektrums von Oerlikon Schlafhorst. Ein starkes Zeichen für den ehernen Grundsatz des Unternehmens, wie Geschäftsführer Gerard Küsters schloss: „Wir bauen Zukunft!”

Das neue Technikum des Unternehmens Oerlikon Schlafhorst in Übach-Palenberg wird 631 Quadratmeter Fläche aufweisen. Für die da­rüber hinaus gehenden Aufgaben stehen 1160 qm zur Verfügung.

Bis zu 53 Arbeitsplätze bietet der Neubau, und zwar einschließlich der Sozialflächen auf 310 qm im Erdgeschoss und 334 qm darüber. Die Lüftungs- und Klimatechnik beansprucht 343 qm Platz. Sämtliche Bereiche sind dann auf 2870 qm zusammengefasst und mit einem Volumen von 14.585 Kubikmeter umbaut.

Modernster Technologieeinsatz erlaubt hier unter anderem Textiltechnologische und chemische Prüfungen an Fasern, Garnen, textilen Flächengebilden und textilen Fertigprodukten.

Oerlikon zählt weltweit zu den führenden Hightech-Industriekonzernen mit Fokus auf Maschinen- und Anlagenbau. Als Unternehmen mit schweizerischem Ursprung und einer über 100-jährigen Tradition ist Oerlikon mit über 17 000 Mitarbeitern an mehr als 150 Standorten in 38 Ländern vertreten. Umsatz 2011: 4,2 Milliarden Schweizer Franken.