Nutzt Gangelt Programme des Landes?

Fördertöpfe : Gangelt kann attraktiver werden

Zur Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des Ortskerns in Gangelt hat die Gemeinde einen Verfügungsfonds eingerichtet. Der steht einzelnen Bürgern, Vereinen, Gewerbetreibenden und alle denen zu, die im Ortskern in irgendeiner Form aktiv werden wollen.

Zur Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des Ortskerns in Gangelt hat die Gemeinde einen Verfügungsfonds eingerichtet. Der steht einzelnen Bürgern, Vereinen, Gewerbetreibenden und alle denen zu, die im Ortskern in irgendeiner Form aktiv werden wollen. Öffentlichen Mitteln (12.000 Euro vom Land, 8000 Euro von der Gemeinde) müssen aber 50 Prozent der Antragssumme vom Antragsteller gegenüberstehen.

So ist eine maximale Investitionsumme von 40.000 Euro bis Ende 2022 möglich. Damit soll das gesellschaftliche Leben gestärkt, zur Belebung des Einzelhandels oder zur Aufwertung des Ortsbildes beigetragen, Öffentlichkeitsarbeit oder Mitmachaktionen und Festivitäten ermöglichst werden.

Ein ähnliches Prozedere gibt es bei einem Programm zur Aufwertung von privaten Fassaden und Freiflächen im Sanierungsgebiet Gangelt. Es gibt einen Zuschuss von 50 Prozent auf die nachgewiesenen maßnahmenbedingten Kosten bis zu höchstens 10.000 Euro. Fassadensanierung heißt da zum Beispiel Instandsetzung, aber auch reinigen, verputzen und streichen. Der Rückbau von Verkleidungen und das Wiederherstellen ursprünglicher Fassaden- und Fenstergliederungen werden ebenso gefördert, wie die Gestaltung von Vorgärten und öffentlich zugänglichen Innenhöfen. Auch dieses Programm ist bis Ende 2022 befristet.

Nachdem beide Vorhaben die Fachausschüsse mit einem je einstimmigen Votum passiert haben, stimmt der Rat der Gemeinde am 9. Oktober endgültig darüber ab. Wer Informationen und Anträge haben möchte, kann sich an die Gemeinde Gangelt wenden. Das Land NRW hat ein Programm zur Heimatförderung aufgelegt. Man will damit in Zeiten, in denen vieles zu trennen scheint, Verbundenheit schaffen und Projekte fördern, die lokale Identität und Gemeinschaft – Heimat eben – stärken. Bei den fünf möglichen Förderpunkten ist das Angebot relativ weit gefächert, so dass für viele Interessenten etwas dabei sein sollte.

Der Punkt „Heimat-Scheck“ richtet sich an Vereine, wo 1000 Projekte mit je 2000 Euro gefördert werden. Das geht von der Gestaltung einer Internetseite bis hin zu Renovierungsarbeiten. Beim „Heimat-Preis“ sind die Gemeinden gefragt. Hier sollen 5000 Euro für das Engagement in einer besonderen Sache gezahlt werden.

Mindestens 40.000 Euro Projektvolumen soll der Bereich „Heimat-Werkstatt“ haben. Hier ist angedacht, Menschen miteinander in Diskussions- und Arbeitsprozesse beispielsweise über Kreativwerkstätten zu bringen. Lokal und regional prägende Projekte die sich mit dem Thema Heimat befassen werden im „Heimat-Fonds“ zusammengefasst. Beim „Heimat-Zeugnis“ will man diejenigen unterstützen, die sich prägende Bauwerke oder Orte mit der dazugehörenden Geschichte kümmern. Die Richtlinien und Anträge findet man über eine Suchmaschine mit den Begriffen „Heimatförderung NRW“.

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