Geilenkirchen: Neues Teverener Vereinsheim schlicht und zweckmäßig

Geilenkirchen: Neues Teverener Vereinsheim schlicht und zweckmäßig

Der FC Germania Teveren erhält ein neues Vereinsheim. Dies hat der Geilenkirchener Stadtrat am späten Mittwochabend beschlossen. Exakt am 11. 11. tagte der Rat der Stadt Geilenkirchen. Die zweite Zusammenkunft der neu gewählten Volksvertreter hatte enorm hohen Unterhaltungswert und glich phasenweise der Kappensitzung eines Karnevalsvereins.

Darin waren sich Zuschauer und auch viele Ratsmitglieder nach zwei Stunden „Tohuwabohu” einig. Dabei fing eigentlich alles ganz ruhig und gesittet an. Bürgermeister Thomas Fiedler erklärte, dass die späte Terminierung dem Brauchtum geschuldet und der Beginn der Sitzung wegen des Martinszuges in der City auf 20 Uhr verlegt worden sei. Einstimmig hoben alle Ratsmitglieder die grüne „Ja-Karte”, als über die Ehrung ehemaliger Stadtverordneter und des ausgeschiedenen Bürgermeisters abgestimmt wurde. Am Mittwoch, 9. Dezember, wird die feierliche Zeremonie um 18 Uhr im Haus Basten stattfinden.

Dreh- und Angelpunkt des Tages war dann die Beratung und Beschlussfassung über den Antrag auf Errichtung eines Sportheimes in Teveren. Diplom-Architektin Stephanie Koschade aus Baesweiler erläuterte das von ihrem Büro geplante Bauvorhaben. Sie hatte die Planung gegenüber der letzten Ratssitzung modifiziert.

Der ersten Kostenberechnung mit Datum vom 29. März 2009 in Höhe von 198.500 Euro standen mit Datum 9. November 2009 jetzt 289.200 Euro gegenüber. Der Materialanteil beträgt demnach 137.375 Euro. Das geplante Heim wurde von Teverens Ortsvorsteher Hans-Josef Paulus für den FC Germania 1910 Teveren beantragt. Die Arbeitsleistung will der Verein selber erbringen, für die Materialkosten in Höhe von festgelegten 130.000 Euro soll die Stadt Geilenkirchen aufkommen.

Zwischen der Tribüne und dem Wirtschaftsweg ist ein freistehendes, kompaktes, eingeschossiges, schlicht gehaltenes, zweckmäßiges Gebäude in konventionellem Maurerwerksbau (Bimsstein), basierend auf einer Betonplatte, vorgesehen, erklärte die Architektin. Die geplante Dreifach-Verglasung für die Fenster sei einbruchshemmend und wärmedämmend, eine Fußbodenheizung sorge an kühlen Tagen für Wärme, und pro Umkleide würden sieben Duschen eingebaut.

Die Größe der Räumlichkeiten seien vom Verband vorgegeben. Dass die Planungen den klaren Richtlinien des Verbandes entsprechen, bestätigte Beigeordneter Hans Hausmann. Aber: Aus seiner Sicht gebe es eine Differenz zwischen den von der Architektin ermittelten Materialkosten und der Kostenberechnung der Stadtverwaltung. „Wir haben 225.000 Euro Materialkosten ermittelt”, sagte Hans Hausmann.

Die Architektin dagegen nannte 137.000 Euro. Stephanie Koschade sah die von ihr genannte Kostengröße als realistisch an. „Der Verein wird das Sportheim in Angriff nehmen, wenn ein Zuschuss in Höhe der von der Architektin ermittelten Kosten gewährt wird”, warf Hans Hausmann ein.