Geilenkirchen: Neues Baumhaus im Familienzentrum

Geilenkirchen: Neues Baumhaus im Familienzentrum

Aus luftiger Höhe winkten die Jungen und Mädchen der AWO-Kindertagesstätte Stadtmitte den dort unten zuschauenden Menschen zu. Zum ersten Mal probierten die Kids das neue Baumhaus aus, dass nun die Spiellandschaft im Außenbereich des Familienzentrums ergänzt.

In den vergangenen zwei Jahren sind am Beamtenweg Bambusgarten, Kletterfelsen und Niederseilgarten entstanden. Auch ein in diesem Jahr angeschaffter Bauwagen bereichert seit einigen Monaten das Bewegungsangebot der AWO-Kindertagesstätte. Die Jungen und Mädchen freuen sich nun über ihr Baumhaus, das über eine Strickleiter erklommen werden kann.

Wünsche der Kinder

Mit der Neuerung kommt die Einrichtung den Wünschen der Kinder nach, denn diese konnten die Jungen und Mädchen im Vorfeld äußern. „Entsprechend ihrer Entwicklung werden die Kinder dazu ermutigt, aktiv ihren Alltag mitzugestalten“, erklärt Kita-Leiterin Ingrid Grein. Zusammen mit den Mitgliedern des Kinderrates habe sie in mehreren gemeinsamen Sitzungen überlegt, wie das Baumhaus-Projekt umgesetzt werden kann. Dazu suchten die Kinder in Katalogen nach Anregungen oder malten Baumhäuser. Zur Aufnahme eines derart großen Baumhauses eignete sich der große Ahornbaum in Höhe des Einganges bestens.

Dass ein Spielgerät viel Geld kostet, wurde den Beteiligten schnell bewusst. Durch den Verkauf von selbst gezüchteten Tomaten oder gebackenen Kuchen kamen kleinere Geldbeträge zusammen. Das reichte aber bei Weitem nicht aus, denn die Gesamtkosten für das maßgeschneiderte Baumhaus sollten sich auf 6000 Euro belaufen.

Sponsoring ausgeschrieben

Wie sollte aber eine derart hohe Summe mit kleinen Maßnahmen realisiert werden? Da kam als „rettender Engel“ die KSK-Industrielackierung mit ins Boot. Die Mitarbeiterzeitung des in Niederheid ansässigen Unternehmens hatte ein Sponsoring ausgeschrieben und sich am Ende für die AWO-Kindertagesstätte entschieden. So wurde der bereits vorhandene Betrag aufgestockt, und Daniel Karpfinger, geschäftsführender Gesellschafter KSK, überbrachte die freudige Botschaft der Leiterin Ingrid Grein.

Jetzt konnte das Baumhaus in kürzester Zeit fertiggestellt werden, und dafür war Gartendesigner Wolfgang Hess zuständig. Hess beachtete bei der Installation das Gebot eines nachhaltigen Umweltschutzes und verzichtete auf ein Kappen von Ästen. Stattdessen erarbeitete er eine baumschonende Konstruktion aus Robinienstämmen.

Naturnahe Gestaltung

Die 127 Kinder konnten täglich beobachten, wie das Baumhaus Stück für Stück wuchs. Nun ist es ganz mit dem Ahornbaum verschmolzen und ordnet sich dem Spieltrieb der Kinder unter. „Das Baumhaus ist Teil der naturnahen Gestaltung unseres Außengeländes“, berichtete Ingrid Grein bei der Einweihungsfeier, die von Mitgliedern des Elternrates organisiert worden war. Daniel Karpfinger schenkten die Jungen und Mädchen ein „Dankeschön“-Bild, über das er sich sehr freute.

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