Übach-Palenberg: Neue U2-Betreuung: Familienzentrum „Meragel“ in Frelenberg ist fertig

Übach-Palenberg: Neue U2-Betreuung: Familienzentrum „Meragel“ in Frelenberg ist fertig

Eric und Julian haben Hunger, das ist gut zu sehen, denn das leckere Essen, das Sandra Plesch ihnen serviert, ist schnell verputzt. Doch bevor es für die jungen Frelenberger gleich in die Kuschelecke gehen kann, nimmt Erzieherin Sandra Plesch sie mit in die große Schaukel.

Und während draußen der Herbst in den schönsten Farben schillert, genießen die Jungs das Schaukeln am großen Fenster.

Und damit sind sie zwei von insgesamt acht glücklichen Kindern, die in der neuen U2-Betreuung des Familienzentrums „Meragel“ in Frelenberg einen Teil ihres Tages verbringen dürfen. Der Einrichtungsteil ist innen noch ganz neu, doch von der vielen Arbeit, die in diesem Gebäudeteil steckt, ahnen die Kinder natürlich nichts. „Wir befinden uns hier im alten Kindergarten“, erzählt Einrichtungsleiterin Andrea Schmitz-Pauli.

1953 wurde dieser erbaut, doch für die Erweiterung der modernen Kita „Meragel“ an der Theodor-Seipp-Straße blieb zumindest innen kein Stein mehr auf dem anderen. Die Fassade wurde erhalten, auch die wunderschöne Lage in der Natur blieb dabei nicht auf der Strecke. „Wir haben hier eine wirklich schöne Einrichtung“, sagt Schmitz-Pauli, wobei ihr Eigenlob fern liegt.

Ihr Wunsch war es dennoch, eine solche Gruppe zu haben. „Der Bedarf ist riesig“, weiß die erfahrene Erzieherin, „und es gibt Kolleginnen, die brennen für die Arbeit mit den ganz jungen Kindern.“ So war es kein Problem, die neue Gruppe mit Leben zu füllen. Doch bis die Einrichtung um das mit dem treffenden Namen „Kuschelnest“ erweitert werden konnte, stand richtig viel Arbeit auf dem Programm. „Umbauen im laufenden Betrieb ist schon eine ganz besondere Herausforderung“, so Schmitz-Pauli.

Und dann musste auch noch mehr erledigt werden, als ursprünglich geplant war, hier haben wohl die vorhandene Bausubstanz und die Tatsache, dass über der U2-Gruppe noch eine Wohnung liegt, ein paar Steine extra in den Weg gelegt. „Aber in enger Abstimmung mit dem Investor Friedhelm Welter wurde es gut umgesetzt“, freut sich die Einrichtungsleiterin.

So kam ein ortsansässiger Schreiner zum Einsatz, viele Arbeiten sind Extraanfertigungen, doch das Ergebnis überzeugt. Auch farblich, denn wer die Türe zum „Kuschelnest“ öffnet, taucht ein in eine ruhige Farbwelt mit wenigen Reizen. „Das war von Anfang an unser Ziel, denn die Kinder leben in einer an Reizen sehr übervollen Welt“, findet Andrea Schmitz-Pauli. Wenige Einrichtungsgegenstände, liebevolle Dekoration, natürliche Farben und Technik nur da, wo es unbedingt nötig ist, ergeben eine Atmosphäre der Ruhe und des Wohlempfindens. Die Möbel hat schließlich noch der Christliche Kindergartenverein als Träger angeschafft, so dass vom Anfang der Planungen bis zur letzten Schraube alles so wurde, wie Mitarbeiter und Leitung das wollten.

Und wenn dann noch irgendwann einmal ein freudiger Spender vorbeikommt, dann wird das „Kuschelnest“, das mit vielen Ruhezonen seinem Namen alle Ehre macht, auch noch mit Kleinkindfahrzeugen ausgestattet werden können. Doch bis dahin genießen Eric und Julian noch gemeinsam mit Sandra Plesch die schöne Aussicht, die sie von der Schaukel aus haben.