Technik auf dem neusten Stand: Neue Drehleiter für die Feuerwehr

Technik auf dem neusten Stand : Neue Drehleiter für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen besitzt nun eine von acht Drehleitern, die im Kreis Heinsberg stationiert sind. Und da sie die letzte ist, die bislang angeschafft wurde, ist es auch die modernste.

Kreisbrandmeister Klaus Bodden richtete bei der feierlichen Schlüsselübergabe und Einsegnung des über 600.000 Euro teuren Fahrzeugs im Namen von Landrat Stephan Pusch und der 3600 Feuerwehrkameradinnen und –kameraden im Kreis Heinsberg den Geilenkirchener Wehrleuten herzliche Glückwünsche zur neuen Drehleiter aus.

Fahrzeug seit März im Dienst

Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz bemerkte in seiner Festansprache vor der Schlüsselübergabe an Frank Büßelberg, Leiter der Feuerwehr Geilenkirchen, dass das Fahrzeug bereits seit März dieses Jahres seinen Dienst zur Sicherstellung des Feuerschutzes in der Stadt leiste. Die genaue Bezeichnung des Fahrzeuges sei zwar Hubrettungsfahrzeug DLA(K)23/12, doch wolle er es lieber bei der Drehleiter belassen.

Die neue Drehleiter entspreche, so der Bürgermeister, den neusten feuerwehrtechnischen Standarts und präsentiere sich zudem als „wahres Schmuckstück“. Schmitz: „Mit der Beschaffung wurde eine weitere Vorgabe des Brandschutzbedarfsplans umgesetzt. Das ohne Beladung rund 606.000 Euro teure Fahrzeug ersetzt das 24 Jahre alte Hubrettungsfahrzeug aus dem Jahr 1995 und ist damit das dritte Drehleiterfahrzeug der hiesigen Wehr.“

Rund 16 Tonnen Gesamtmasse

Der Ratsbeschluss und die Erteilung des Lieferauftrages seien im Dezember 2017 erfolgt. Bis zur Auslieferung im Dezember 2018 sei  also ein Jahr vergangen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2019 seien die Einsatzkräfte in Ausbildungen und Schulungen mit der neuen Technik vertraut gemacht worden.

Das neue Fahrzeug verfüge über eine zulässige Gesamtmasse von rund 16 Tonnen. Die Drehleiter mit Korb kann bei einem Abstand von zwölf Metern zum Gebäude eine Rettungshöhe von 23 Metern erreichen. Im ersten Segment des Leiterparks befindet sich ein Gelenk, das eine flexiblere Einsatzmöglichkeit bietet als die alte Drehleiter. Im Korb der Drehleiter kann eine Krankentrage befestigt werden.

Die Drehleiter mit Korb kann bei einem Abstand von zwölf Metern zum Gebäude eine Rettungshöhe von 23 Metern erreichen. Foto: defi

Der Leiter der Geilenkirchener Feuerwehr, Frank Büßelberg, betonte in seiner Ansprache: „Ich stehe hier als Vertreter einer Organisation, der ein Fahrzeug für mehr als eine halbe Million Euro anvertraut wird. Diese halbe Million wird nicht investiert, um Geld zu verdienen oder Gewinn zu optimieren – sie dient schlicht dem Schutz und damit der Daseinsvorsorge der Geilenkirchener.“ Das Fahrzeug werde zukünftig von Frauen und Männern bedient, die dies ehrenamtlich und im Wesentlichen in ihrer Freizeit tun. Genau genommen, so Frank Büßelberg, warte man allerdings noch auf die erste Drehleitermaschinistin bei der Geilenkirchener Feuerwehr.

Zur Illustration, wie der Geist der Feuerwehr beschaffen ist, beschrieb Büßelberg den Fall, dass der Trainer eines Fußballvereins nachts um 3 Uhr seine Mannschaft zusammenruft, um ein wichtiges Endspiel zu bestreiten.

Ehrenamtlich und professionell

Innerhalb der nächsten acht Minuten muss das Team topfit auf dem Platz stehen. Frank Büßelberg: „So funktionieren Feuerwehrleute, nicht nur in Geilenkirchen: ehrenamtlich – professionell.“

Büßelberg dankte dem Rat und der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen für die ziel- und sachorientierte Zusammenarbeit. Frank Büßelberg: „Aus Sicht der Feuerwehr konnten und können wir uns zu keinem Zeitpunkt an der populären Schelte von Politik und Verwaltung beteiligen. Wir arbeiten gut und professionell zusammen.“

Pater Hubert Fuss nahm die Einsegnung der neuen Drehleiter vor. Löscheinheitsführer  Matthias Ludwig sprach seinen Dank auch dem Ehrenstadtbrandmeister Michael Meyer aus, der die Anschaffung der neuen Drehleiter mit auf den Weg gebracht habe.

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