Neue Ausstellung des Geilenkirchener Kulturverein „KulturGut“

Malerei, Plastik und Musik : Ausstellung „Dreiklang“ im Haus Basten

Die Künstlergruppe des Geilenkirchener Kulturvereins „KulturGut“ zeigt sich mit einer neuen Kunstausstellung nach der Sommerpause im Haus Basten. In der Ausstellung mit dem Titel „Dreiklang“ kommt es zu einer Begegnung von Malerei, Plastik und Musik, mit Klangobjekten in einem Klangraum unter Beteiligung der Geilenkirchener Künstler Erika Giegla, Katalin Islik und Walter Verwoert.

Das Spiel der Künstler zur Eröffnung ist im Sinne von Multimedia offen auch für ein Zusammenspiel mit interessierten Besuchern der Vernissage.

Erika Giegla, in Geilenkirchens Kunstszene wohl bekannt, malt seit über 25 Jahren vornehmlich in Acryl und Mischtechniken auf verschiedenen Untergründen. In ihrem Atelier in Geilenkirchen experimentiert sie mit Farbe und Form. Im Zentrum ihrer Malkunst stehen Farbe, Rhythmik, der Klang der Farblinien, Farbflecken und Farbflächen. Farbschichten führt sie so zusammen, dass sie zu einer  Geschichte mit Tiefe führen,  Spannungen erzeugen können und von einem unerwarteten Licht durchbrochen werden.

Dabei lässt sich Giegla von geistigen und emotionalen Impulsen leiten, die unmittelbar ins Bild, in Malerei übersetzt werden.

Zum Thema „Dreiklang“ werden speziell Bilder kreiert, die sich im Bereich klangvoll, rhythmisch, laut,  leise, leicht,  schwer und fließend bewegen. Sie malt Farben, die miteinander klingen.

Katalin Islik, die zweite ausstellende Künstlerin, wurde in Siebenbürgen geboren und kam nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften 1989 nach Deutschland. Im Alter von 12 Jahren begann sie mit dem Zeichnen und der Malerei, nahm Privatunterricht bei der in Rumänien renommierten Bildhauerin Judit Egyed. Nach der Übersiedlung nach Deutschland besuchte Katalin Islik Workshops bei Karin Leyen, Stolberg und Jochen Jung, Herzogenrath. Für die Künstlerin ist die Malerei ein wunderbarer Ausgleich zum ausgeübten Beruf als Buchhalterin und Dozentin für Sprachen an der VHS.

In ihrem Atelier taucht sie bei entspannender Musik in eine Zauberwelt von Farben und Fantasien ein. Sie genießt die spannenden Momente, wenn sich die ersten Farben auf dem präparierten Untergrund verlaufen und sich miteinander vermischen, die faszinierenden Effekte regen ihre Fantasie an. Die Ausarbeitung der Werke erfolgt mal mit dem Spachtel, mal mit dem Pinsel, meistens aber der Hand und mit den Fingern. Es bereitet ihr Freude, die Farbe an den Fingern zu spüren. Die Farbauswahl erfolgt bei Katalin Islik instinktiv und daher auch wechselnd.

Walter Verwoert ist der Dritte im Bunde. Er wurde 1935 in Düsseldorf geboren und studierte von 1959 an 1965 an der dortigen Kunstakademie. Er war Meisterschüler von Joseph Beuys und von 1998 bis 2018 als Gasthörer für Kunstgeschichte, Philosophie, Typografie und Buchkunst. Die Orte seiner Lehrtätigkeiten von 1969 bis 2003 umfassten das Werkseminar und Lernort Studio in Düsseldorf, sowie die FH Aachen.

Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit hat Walter Verwoert in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Werke präsentiert, auch mit Aktionen und Klangrauminstallationen. Seine Werke wurden in bedeutenden Museen und Galerien in Aachen, Berlin, Düsseldorf, Köln,  Mönchen-Gladbach und auch im Ausland gezeigt.

Aus seinen persönlichen Erfahrungen in den Sechzigern, den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Künste, den Happenings und Fluxus entstand auch das Konzept für die Klangperformance zur Eröffnung der Ausstellung.

Die Vernissage zur Ausstellung „Dreiklang“ findet am Sonntag, 9. September um 11 Uhr im Haus Basten, Konrad-Adenauer-Straße 118 in Geilenkirchen statt. Für den Verein wird der stellvertretende Vorsitzende Herbert Aretz die Gäste begrüßen.  Der Bürgermeister der Stadt, Georg Schmitz wird die Ansprache zur Eröffnung halten. Die Einführung zur Ausstellung wird gehalten von der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges aus Aachen.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 29. September zu folgenden Zeiten geöffnet: Donnerstags von 16  bis 19  Uhr und sonntags von 14  bis 18  Uhr. Weitere Informationen auf www.gk-kulturgut.de.

(red)
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