Übach-Palenberg: Neue Anlaufstelle der Lebenshilfe: Hilfe für ratsuchende Familien

Übach-Palenberg: Neue Anlaufstelle der Lebenshilfe: Hilfe für ratsuchende Familien

Für Barbara Jouck ist die Sache glasklar: „Nur Zusammenarbeit macht Sinn“, sagt die Leiterin der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstellen (IFF) der Lebenshilfe Heinsberg. Das gilt auch für die nun eröffnete, vierte Anlaufstelle des Vereins Lebenshilfe im Kreis Heinsberg.

Neben Oberbruch, wo das Hauptbüro sitzt und zudem noch im Lebenshilfecenter die gleichen Leistungen erbracht werden, und der Einrichtung in Geilenkirchen, ist der Rathausplatz 6 in Übach nun die vierte Adresse, wenn die Entwicklung des Kindes „ungewöhnliche Wege“ nimmt.

So steht es im Flyer, so sehen es aber auch Barbara Jouck und Stefanie Hampeter, die ganz vorne beim aktuell sechsköpfigen Team in Übach stehen. „Wir betreuen Kinder von der Geburt an bis zur Einschulung, in Einzelfällen auch Schulkinder“, nennt Jouck die Zielgruppe. Dazu können Eltern gehören, deren Kinder zu früh geboren wurden, deren Babys häufig schreien oder deren Kinder ängstlich sind und wenig Kontakt finden oder entwicklungsverzögert sind.

„Wir verstehen uns dabei als Anlaufstelle für ratsuchende Familien“, macht Jouck klar. Der Rat ist aber nur die eine Seite des ganzheitlichen Ansatzes, dem Erziehungsberechtigte in der Einrichtung begegnen. Denn neben einer Betreuung in einer Förderstelle können Kinder auch in einer der Einrichtungen der Lebenshilfe, im Elternhaus, oder auch — unter Einbeziehung der Bezugspersonen — im Kindergarten stattfinden.

Nicht zuletzt deswegen steht für die Mannschaft der kurz IFF genannten Anlaufstellen die Kooperation ganz oben auf dem Aufgabenplan. „Übach-Palenberg war dabei schon immer ein stark besuchtes Gebiet“, erklärt Barbara Jouck, was die Schaffung einer eigenen Anlaufstelle auf längere Sicht noch sinnvoller machte. Bei 300 Familien pro Woche, die durchschnittlich kreisweit betreut werden, sorgt sich eine stets wachsende Zahl von Pädagogen, Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten im Verbund darum, dass den Kindern beispielsweise in Sachen Wahrnehmung, Bewegungsfähigkeit, Sprachentwicklung oder Selbstständigkeit optimal geholfen wird.

Auf den drei Säulen der so genannten „Komplexleistung“, die heilpädagogische, kinderärztliche, psychologische und medizinisch-therapeutische Maßnahmen miteinander verbindet, sowie der heilpädagogischen Einzelförderung und medizinisch-therapeutischen Leistungen, wird das Kind gefördert. Kindertageseinrichtungen und Familienzentren sind dabei Partner der IFF, nicht Konkurrenten, das ist den Damen von der Einrichtung sehr wichtig. „Schließlich wollen wir ganzheitlich handeln und erreichen, dass sich die Fachleute der verschiedenen Disziplinen unterstützen und sich ergänzen“, so Barbara Jouck.