Geilenkirchen: Nacht der Bibliotheken: Statt Lesen wird Hip-Hop und Zumba getanzt

Geilenkirchen: Nacht der Bibliotheken: Statt Lesen wird Hip-Hop und Zumba getanzt

Kein einziges Buch war auf der ansonsten gefüllten Fläche im großen Raum der unteren Etage der Stadtbücherei zu finden, nur an den Wänden standen Bücherregale. Das hatte seinen Grund, denn in der Mitte des Raumes hatten Bibliotheksleiterin Antonia Zaharanski und ihre Kolleginnen Ulrike Capper, Monika Fuß und Andrea Lüttgens alle Regale beiseite gerückt und Platz für Bewegung geschaffen.

Zum fünften Mal nahm die Geilenkirchener Bücherei an der landesweit ausgerichteten Nacht der Bibliotheken teil, und die stand 2015 unter dem Motto „eMotion — Bibliotheken bewegen“.

200 Bibliotheken nahmen in Nordrhein-Westfalen an der Veranstaltung teil, wobei viele schon im Vorfeld ausverkauft waren. Die Frauen der Geilenkirchener Bücherei hatten sich einiges einfallen lassen, um ordentlich Bewegung in die ansonsten so ruhigen Räume der Mittelpunktbücherei zu bringen. „Auch wir wollen unsere Leser bewegen“, sagte Antonia Zaharanski und lässt Chris (18) und Roby (17) antanzen. Das junge Duo ist seit mehr als drei Jahren als Hip-Hop-Trainerteam tätig und vertritt das evangelische Jugendzentrum „Zille“.

Zum Takt der Musik

Chris und Roby verwandelten die Bücherei in eine Disko und vermittelten 16 Kindern und Jugendlichen die Grundbegriffe des Hip-Hop-Tanzens. Aber auch in der nachfolgenden Zumba-Schnupperstunde ging es in der Bibliothek hoch her. Instructor Mona Petersen und die 18 Teilnehmer schwangen zum Takt der Musik ihre Hüften und hatten dabei viel Spaß.

Der abschließende Kurs „Trommeln zum Mitmachen“ sorgte erneut für lautstarke Klänge in der Bücherei. Trommel-Lehrer Jo Fleischer hatte mit dem rhythmischen Kurs erstaunlich viele Erwachsene angelockt. Doch unter den 20 Teilnehmern waren auch noch sieben Jugendliche.

Reges Interesse

„Die Menschen haben heute Gelegenheit, Büchereien mal von einer anderen Seite kennenzulernen“, freute sich Antonia Zaharanski über das rege Interesse. Schon in den Vorjahren habe man bei der Nacht der Bibliotheken ein volles Haus gehabt.

Das Motto, mit Bewegung die Menschen zu begeistern, sei auf jeden Fall erreicht worden.