Geilenkirchen-Lindern: Müllabfuhr verteilt Öl quer durch Lindern

Geilenkirchen-Lindern: Müllabfuhr verteilt Öl quer durch Lindern

Eine über mehrere Kilometer reichende Ölspur sorgte am Dienstagmorgen für den Zug 4 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen mit den Löscheinheiten Beeck, Nirm und Würm sowie Teilen der Löscheinheit Geilenkirchen für vier Stunden Dauerstress.

Um kurz nach sieben Uhr wurde zunächst die Löscheinheit Würm alarmiert und erkannte nach Erreichen des Bahnhofsbereichs sofort, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Kräften nicht auskommen würde. Deshalb forderte Löscheinheitsführer Josef Zimmermann Verstärkung an, die kurz darauf aus Beeck und Nirm anrückte. Auch vier Männer des Bauhofes der Stadt beteiligten sich an der Aktion. Bauhofleiter Wolfgang Jansen brachte 20 Säcke Bindemittel zur Einsatzstelle, ebenso viele lieferte der Materialwagen der Löscheinheit Geilenkirchen an.

Eigentlich waren alle Straßen in Lindern betroffen, auch die Landstraße in Richtung Linnich. So hatten die Helfer einen riesigen Bereich abzustreuen. Wegen der Breite von zwei Metern stellte die Ölspur besonders für Zweiradfahrer eine Gefahr dar. 20 Feuerwehrleute und Bauhofmitarbeiter hatten bis nach 11 Uhr alle Hände voll zu tun, um das Bindemittel großflächig aufzubringen.

Eine Kehrmaschine sorgte im Anschluss dafür, dass das Bindemittel wieder von der Straße verschwand. Der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Armin Pennartz, koordinierte zusammen mit Josef Zimmermann den stundenlangen Einsatz.

Gelbe Säcke eingesammelt

Vor Ort wurde die Frage aufgeworfen, wer denn in Lindern sämtliche Straßen wie nach Plan abfährt und dabei Hydrauliköl verliert. Nach ersten Erkenntnissen liegt des Rätsels Lösung in der Müllabfuhr, die just an diesem Morgen für das Einsammeln der gelben Säcke im Ort zuständig war.

(g.s.)
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