Gangelt: Mühlenweg erneut Thema im Ausschuss

Gangelt: Mühlenweg erneut Thema im Ausschuss

Der Mühlenweg in Gangelt beschäftigte noch mal den Bau- und Umweltausschuss. Und jetzt gibt es einen neuen, abgeänderten Beschluss.

Zur Erinnerung: Im Februar war das Gremium zu dem Ergebnis gekommen, den Wirtschaftsweg mit baulichen Mitteln so zu ändern, dass ihn nur noch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge wie Traktoren, Mähdrescher oder Lkw befahren können. Damals hatte es eine Unterschriftenliste von Bürgern gegeben, die sich durch den unerlaubten Pkw-Verkehr gestört fühlten.

Zwischenzeitlich sind wiederum Anwohner mit einem Antrag an die Gemeinde herangetreten, den Beschluss vom Februar nochmals zu überdenken und den Weg nicht komplett für den Verkehr zu sperren. Sie argumentieren: Eine Aufpflasterung, die nur noch Traktoren durchlasse, versperre Rettungswagen den schnelleren, womöglich lebensrettenden Weg in das Wohngebiet, berge eine Sturzgefahr für Fahrradfahrer und verwehre zudem den Landwirten mit ihrem Pkw die Durchfahrt zu den Äckern.

Der Bau- und Umweltausschuss konnte sich mit diesem „Kompromiss-Vorschlag“ anfreunden und stimmte dem neuen Antrag zu. Damit die Radfahrer in der Dunkelheit nicht über die Aufpflasterung stürzen, wird dort eine Straßenlaterne angebracht. Im Ausschuss wurde allerdings darauf hingewiesen, dass der Mühlenweg grundsätzlich für den Pkw-Verkehr, der dort nichts zu suchen hat, gesperrt bleibt.

Die Dorfstraße in Niederbusch wird komplett ausgebaut und erhält eine Asphaltdecke. Die Einwohner hatten sich bei einer Versammlung für diese Variante entschieden, weil sie weniger Lärm verursacht als Pflastersteine.

Ein Bürgerwald für und in Gangelt rückt näher. Die Nabu-Ortsgruppe Rode-, Saeffel- und Kitschbachtal hat die Initiative angeregt. Dieser soll zu einer ökologischen Aufwertung und Bereicherung der Landschaft beitragen. Jeder Bürger soll, so der Vorschlag des Nabu, die Möglichkeit erhalten, aus einem ganz persönlichen Anlass — sei es die Geburt eines Kindes, die Hochzeit oder der runde Geburtstag — einen Baum zu erwerben und selber zu pflanzen. Hierfür soll ein Beitrag von 50 Euro festgelegt werden. Jeder Beteiligte soll eine Urkunde mit genauem Tag, Anlass der Pflanzung und dem Standort erhalten.

Die Pflanzaktionen sollen zweimal jährlich, im Herbst und Frühjahr, stattfinden. Eine geeignete Fläche soll in Zusammenarbeit mit dem Nabu gefunden werden. Ein Bürgerwald wächst seit Längerem auch in Übach-Palenberg, hier konnten bereits über 400 Bäume gepflanzt werden. Der Gangelter Bau- und Umweltausschuss kam zu dem Ergebnis, dass ein Vertreter der Nabu-Ortsgruppe in der nächsten Sitzung über Details informieren soll.

Und noch mal machte der Ausschuss eine Exkursion in die Botanik: Diesmal ging es um die Renaturierung des Krümmelbaches. In den vergangenen Monaten hatte man festgestellt, dass in dem Bach, im Abschnitt zwischen Hubert-Schlun-Weg und Neutraler Straße, kein Wasser mehr floss. Gemeinde und Untere Wasserbehörde des Kreises Heinsberg gingen der Ursache auf den Grund: Die Nato-Air-Base schlägt geringere Mengen Wasser ab, was wiederum zur starken Verkrautung des Bachlaufs führt. Eine Firma beseitigte diesen Missstand. Kosten: rund 4500 Euro, der Kreis beteiligt sich mit 50 Prozent. Das Wasser läuft wieder ab. Nun soll auch der restliche Bachlauf bis zum Heringshof entkrautet werden.

(dawin)
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