Übach-Palenberg: Modern, wendig, flexibel: Übach-Palenbergs neue Drehleiter

Übach-Palenberg : Modern, wendig, flexibel: Übach-Palenbergs neue Drehleiter

Ein neues Drehleiterfahrzeug in Empfang zu nehmen, ist für Feuerwehrleute so schön wie Weihnachten. Wenn nicht noch viel schöner. Der Weihnachtsmann kommt schließlich jedes Jahr, neue Drehleitern sind da deutlich seltener. In Übach-Palenberg wurde nun am Wochenende ein neues Drehleiterfahrzeug durch den Aachener Feuerwehrseelsorger Pater Georg Mießen feierlich eingeweiht.

Das gute Stück, ein MAN TGM mit 290 PS, hat 670.000 Euro gekostet und war bereits im Herbst in Karlsruhe abgeholt worden. Zuvor waren einige Kameraden dort drei Tage lang an dem Fahrzeug ausgebildet worden. „Nun gilt es, dass alle Drehleitermaschinisten weiter mit der Drehleiter arbeiten, um sie im Einsatz auch optimal nutzen zu können“, sagte der Übacher Löschzugführer Manfred Havertz.

„Neue Dimensionen an Wendigkeit und Flexibilität“

Im Vorfeld der Anschaffung war nicht nur auf eine moderne Ausrüstung geachtet worden, sondern auch darauf, dass das Fahrzeug gut zu den Gegebenheiten in Übach-Palenberg passt. Und dort ist je nach Standort recht wenig Platz. Der verlängerte Korbarm kann deshalb nun sofort abgewinkelt werden. Havertz sprach von einer „neuen Dimensionen an Wendigkeit und Flexibilität“. Ein stufenloses Aufrichten an Hausfassaden auch auf engstem Raum sei möglich. Die Leiter könne direkt an Dachgauben oder über ein Hindernis hinweg positioniert werden.

Der 500 Kilogramm schwere Rettungskorbs lässt sich direkt vor der Fahrerkabine absetzen und bietet eine Standfläche für fünf Personen. In den der alten Drehleiter passten lediglich drei Kameraden. Ein weiterer Vorteil ist die Krankentragehalterung für Lasten von bis zu 300 Kilo. Damit kann ein Patient auf der Krankentrage durchgehend von einem Notarzt oder Notfallsanitäter betreut werden. Darüber hinaus verfügt die neue Drehleiter über eine ausgefeilte Computersteuerung, um beispielsweise parallel an Gebäudefassaden hochzufahren. Die Schachtrettungsfunktion etwa gleicht die Stellung des Leiterarms beim Auf- und Abseilen von Rettungskräften in Schächten automatisch aus.

„Bei Bränden und Unfällen kommt es auf jede Minute, manchmal gar jede Sekunde an“, sagte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU). „Unsere Feuerwehr trainiert deshalb nicht nur, Menschenleben zu retten und Brände zu bekämpfen, sondern auch, schnell und zuverlässig an jedem Brennpunkt zu sein.“

(red)
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