Konzert: Mitsingkonzert mit Frau Höpker begeistert

Konzert : Mitsingkonzert mit Frau Höpker begeistert

Es gab sicherlich Menschen im Publikum beim Mitsingkonzert „Frau Höpker bittet zum Gesang!“, die gerne gleich nächste Woche wieder mit Katrin Höpker einen bunten Strauß an Liedern gesungen hätten.

Doch ein Weilchen wird es wohl noch dauern, bis Ingo Rühmke von der Anton-Heinen-Volkshochschule die beliebte Entertainerin aus Köln wieder nach Geilenkirchen holen wird.

Großer Besucherandrang

Herr Höpker, Mann von Frau Höpker, hatte alle Hände voll zu tun gehabt, um vor Konzertbeginn genügend Stühle in der Aula der städtischen Realschule Geilenkirchen zu platzieren, denn der Besucherandrang war enorm. Die große Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, auch wenn die beliebtesten Songs, darunter die Zugabe stehend mitgesungen und beklatscht wurden.

Mit „Auf uns“ von Andreas Bourani schließt Frau Höpker traditionell ihre mehrstündige Show ab. Drei Blocks zu je 40 Minuten, das verlangte nicht nur der ganz in weiß gekleideten Katrin Höpker auf der Bühne Kondition ab. Auch das Publikum war gefordert. Schließlich ist ein Mitsingkonzert ohne Mitsängerinnen und Mitsänger eine ziemlich flaue Nummer. Doch bei Frau Höpker ist dies nicht zu befürchten. Sie steckt nach wie vor ihr Publikum mit ihren 2008 ins Leben gerufenen Mitsingkonzerten an.

„Also ich finde das gut“, meinte eine junge Dame, die zu den „Wiederholungstäterinnen“ gehört, die die Freude am gemeinsamen Gesang immer wieder genießen. Wer einen Abend oder wie im Falle des Geilenkirchener Konzertes, einen späten Nachmittag, mit Frau Höpker verbringt, der wird mit guter Laune belohnt.

Frau Höpker bat in der Aula der Realschule Geilenkirchen zum Gesang. Foto: defi

Singen in der Gemeinschaft macht halt einfach glücklich, behaupten ja auch die Chöre. Und wenn man sich die Welt draußen ansehe, dann sei die Gelegenheit, die Glückshormone mal auf Trab zu bringen, willkommen, meinte Frau Höpker. Die Mischung ihres Konzertprogramms gestaltet Katrin Höpker immer wieder mit neuen Liedern. Volkslieder, die, wie die symphonische Künstlerin findet „nicht in Vergessenheit geraten dürften“, werden gerne mitgesungen.

Aber auch Songs der Popgeschichte, kölsche Lieder aus dem Veedel oder auch eigentlich für Kinder gedachte Lieder wie etwa Peter Maffays „Tabaluga“, gehören zum Repertoire. Wer nicht textsicher ist, dem helfen die auf eine Leinwand projizierten Liedtexte beim Mitsingen. Mitsummen klingt auch ganz schön und wird, wenn es ins Lied passt, auch zwischen den Strophen im Liedtext angezeigt. Frau Höpker begleitet selber am E-Piano.

Vielseitige Stimme überzeugt

Und es ist schon erstaunlich, wie sie das Publikum führen kann, hin zu einer musikalischen Gemeinschaft. Frau Höpker trifft mit ihrer vielseitigen Stimme und ihrem komödiantischen Esprit mitten ins Herz ihres Publikums und beflügelt regelrecht die Seelen der Gesangsgemeinschaft. Auch wenn die Damen im Publikum in der Überzahl waren, sah man doch selbst ältere Herren, die vielleicht nur zur Begleitung mitgeschleppt worden waren,  zumindest die Lippen bewegen.

Der Stimmung, die sich im Saal während des zweieinhalbstündigen Konzertprogramms verbreitet, kann sich halt kaum jemand entziehen. Fröhliches Singen, Fingerschnippen, Fußwippen und von Herzen kommendes Lachen verbinden nicht nur die Generationen, sondern wirken auch in den Alltag hinein.Frau Höpker, die mit vier Schwestern in einem von Musik geprägten Pfarrhaushalt aufwuchs, konnte laut eigenem Bekunden Noten eher lesen als Buchstaben. „Wenn irgendwo ein Klavier stand, saß ich dran“, gestand sie.

Ihre Faszination für die Musik galt nicht nur Czerny und Bach, sondern auch den Songs, die sie im Radio hörte. Und diese Liebe zur Musik und der Vielfalt, die Musik bereit hält, vermittelt Frau Höpker heute in ihren Konzerten. In dem von ihr erfundenen Mitsingkonzerten steckt ihre ganze Leidenschaft für Musik. Und die ist ansteckend, wie alle Besucher des Geilenkirchener Konzertes bestätigen werden.