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Gangelt: Miteinander von Tourismus und Natur

Gangelt : Miteinander von Tourismus und Natur

Nach Übach-Palenberg ist auch die Gemeinde Gangelt mit einem Projekt für die EuRegionale 2008 bei den zehn Nominierten mit dabei.

Ziel ist es, gemeinsam mit der Teverener und der Brunssumer Heide einen Heidepark als Baustein beizusteuern.

Mit Onderbanken will Gangelt so einen „Natuur- und Landschaftspark Rodebach/Rode Beek” schaffen. Wie Projektleiter Heinz Houben, ehemaliger Stadtdirektor von Geilenkirchen, mitteilte, haben sich die Partnergemeinden vorgenommen, in fünf bis zehn Jahren ein grenzüberschreitendes Natur- und Landschaftsgebiet zu entwickeln.

Damit soll auch eine Stärkung von Tourismus und Erholung einhergehen, die auch weit über die dafür vorgesehenen Orte Schinveld, Niederbusch und Gangelt mit insgesamt etwa 750 Hektar Größe hinausgeht.

Die Bachtäler des Rodebach und Rode Beek mit dem angrenzenden Schinvelder Wald könnten nach Willen der deutsch-niederländischen Planer ein wasserreiches und variierendes Naturgebiet bilden. Regional könnte das Projekt nach der Idee des französischen Landschaftsarchitekten Prof. Henri Bava Teil einer Grünmetropole sein, einer Mischung aus Stadtkultur und Natur.

Einmalige Chance

Mit der Nominierung und den darin enthaltenen Fördermittel von 50.000 Euro wird derzeit in einem zweiten Schritt ein Katalog für die von der EuRegionalen 2008 geforderten Qualitäts-Zielvereinbarungen erstellt. „Wesentlicher Bestandteil dabei ist die ganzheitliche Betrachtung des Landschaftsraumes Heide”, erklärte Houben.

Prof. Bava ergänzte im Gespräch, dass es aber ebenso wichtig sei, die Besonderheit des Ortes zu entwickeln. „Wir suchen das Miteinander von touristischem Interesse und Natur, wollen Synergieeffekte nutzen und so beide Ansprüche zufrieden stellen”, erläuterte er.

Um die laut Houben „einmalige Chance ihrer zukünftigen Entwicklung” zu nutzen, muss eine Verbindung zwischen dem alten Ortskern Gangelts, dem Freihof, geschaffen werden, aber auch die Arbeit über die Landesgrenzen hinaus gestärkt werden.

„Wir haben immer über die Grenzen hinweggedacht”, unterstrich auch Bürgermeister Bernhard Tholen. Bis Ende 2005 muss die Qualifizierung für die EuRegionale 2008 erfolgt sein, Investitionen können schon in Teilabschnitten erfolgen, doch erste Projekte sollen laut Vorgabe „in jedem Fall” bis 2008 fertig gestellt sein.