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Ministerin: Bäume sollen gekappt werden

Ministerin: Bäume sollen gekappt werden

Geilenkirchen/Den Haag. Das Kappen der Bäume auf dem Gebiet der niederländischen Gemeinde Onderbanken, die den Flugverkehr von Awacs behindern, ist für die niederländische Umweltministerin Sybilla Dekker die einzige Lösung.

Laut einer Erklärung des niederländischen Ministeriums für Wohnungswesen, Raumordnung und Umwelt sei das Kappen von sechs Hektar der Schinvelder Wälder bei der NATO-Airbase Geilenkirchen für die Sicherheit und den Betrieb des Awacs-Verbandes notwendig.

Diesen Beschluss fasste die Ministerin nach eingehender Beratung mit Vertretern von Onderbanken, Brunssum und Geilenkirchen sowie der NATO und der Provinzverwaltung Limburg.

Ministerin Dekker werde sich dafür einsetzen, die Luftqualität im Gebiet um die Gemeinde Onderbanken innerhalb der für die Niederlande geltenden gesetzlichen Anforderungen zu erhalten. Dies gelte auch für die Reduzierung der Lärmbelästigung.

In einem Brief an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments plädiert Dekker - so das Ministerium weiter - auch im Namen von Van der Knaap, Staatssekretär im niederländischen Verteidigungsministerium, für den Verlust von sechs Hektar Wald an anderer Stelle nach Rücksprache mit der Region sechs Hektar Wald neu anzulegen.

„Die Ministerin stellt fest, dass die derzeitige Situation um die NATO-Airbase dadurch gelöst werden muss, dass innerhalb kurzer Zeit ein Teil der Bäume gekappt wird.”

Ministerin Dekker werde die Gemeinde Onderbanken um Befreiung des Flächennutzungsplanes für das Kappen der Bäume ersuchen.

Sollte die Gemeinde keine Befreiung gewähren, bleibt der Ministerin nur die Fortsetzung des Nimby-Verfahrens. Damit kann sie die kommunalen Befugnisse in der Raumordnung übernehmen.

Die NATO habe festgestellt, dass der im September von der Gemeinde Onderbanken vorgelegte Alternativvorschlag innerhalb der für die Airbase geltenden Richtlinien nicht ausführbar sei.

Wie berichtet, wollte Onderbanken die Start- und Landebahn um 90 Meter in Richtung Geilenkirchen verlängert wissen. Darüber hinaus - so das Ministerium - trage dieser Vorschlag kaum etwas zur Lärmreduzierung bei.

„Ich habe eine solche Entscheidung erwartet. Der Alternativvorschlag der Gemeinde Onderbanken war nie akzeptabel, weil er eine größere Lärmemission in Teveren und Geilenkirchen zur Folge gehabt hätte”, erklärte am Montag Geilenkirchens Beigeordneter Hans Hausmann. Die deutsche Seite habe schließlich auf ihrem Gebiet die Abholzung von zwölf Hektar Wald gebilligt.

Von der Gemeinde Onderbanken war am Montag keine Stellungnahme zu erhalten.