Übach-Palenberg: Mehrheit aus CDU, UWG und FDP erlaubt Einsatz von Herbiziden

Übach-Palenberg: Mehrheit aus CDU, UWG und FDP erlaubt Einsatz von Herbiziden

Der Einsatz von Herbiziden durch Privatleute ist in Übach-Palenberg verboten. Bislang verzichtete auch die Stadtverwaltung, durch einen viel diskutierten Ratsbeschluss aus dem Jahr 2005 getragen, auf den Einsatz von chemischen Mitteln zur Wildkrautbekämpfung.

Das wird sich in Kürze ändern, denn mit den Stimmen von CDU, UWG und FDP wird der Einsatz von durch das Umweltamt geprüften und biologisch abbaubaren Herbiziden auf öffentlichen Plätzen und Verkehrswegen zugelassen. Fachleute des städtischen Baubetriebsamts entscheiden nach Genehmigung durch das Pflanzenschutzamt über den Einsatz dieser Mittel.

Dem Ratsentscheid am Donnerstag ging eine muntere Diskussion voraus. Während die CDU in ihrem Antrag auf Einsatz der Herbizide auf die hohen Kosten des manuellen Reinigungseinsatzes, dem geringen Wirkungsgrad dieser Methode und den möglichen hohen Folgekosten durch Schäden, beispielsweise am Unterbau von Wegen, pochte, sah die Opposition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen, das anders. Auch der parteilose Manfred Offermanns stimmte gegen den Einsatz der Chemie.

SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Weißborn führte aus, dass es in anderen Ländern wie Frankreich Untersuchungsergebnisse über nicht geklärte Risiken beim Einsatz dieser in Deutschland noch zugelassenen Mittel gebe. „Wir wollen zudem nicht sehen, dass Menschen in einem weißen Schutzanzug Mittel spritzen, während eine Familie daneben spazieren geht”, so der SPD-Sprecher.

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