Übach-Palenberg-Frelenberg: Maskierter Mann an Bushaltestelle: Polizei sucht Zeugen

Übach-Palenberg-Frelenberg: Maskierter Mann an Bushaltestelle: Polizei sucht Zeugen

In den Sozialen Netzwerken verbreitet sich der Brief seit Donnerstag. Die Polizei Heinsberg wartete bis Freitag, ehe sie an die Öffentlichkeit ging. Die Rektorin der GGS Frelenberg, Elisabeth Schaffrath, macht in besagtem Schreiben alle Eltern auf einen Vorfall aufmerksam, der sich am Dienstag zugetragen hat.

In dem Brief heißt es: „Wie mir aus sicherer Quelle zugetragen wurde, kam es zu einem Vorfall, bei dem eine unbekannte Person versuchte, einen elfjährigen Schüler, der an der Bushaltestelle wartete, ins Gebüsch zu ziehen. Der Schüler konnte sich glücklicherweise befreien.“ <p> Dieser Fall sei zur Anzeige gebracht worden, bestätigte Polizeisprecherin Angela Jansen auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir haben uns erst jetzt zur Veröffentlichung entschlossen, um keine Panik auszulösen. Außerdem wollten wir zunächst Ermittlungen anstellen, um den Fall einschätzen zu können.“ Ergeben hätte sich aber bislang wenig.

Fest steht, dass am Dienstagmorgen gegen 7.40 Uhr der Junge, ein ehemaliger Schüler der GGS, an der Bushaltestelle Ägidiusstraße von einem Unbekannten am Arm festgehalten worden sei. Der Junge gab an, der Mann, der eine weiße Maske trug, habe versucht, ihn nach hinten zu ziehen. Er habe sich jedoch losreißen und in den Bus laufen können. Die Person habe sich über die angrenzende Wiese in Richtung Geilenkirchener Straße entfernt.

Der Täter wurde als etwa zwei Meter groß, schlank und mit muskulösen Oberarmen beschrieben. Seine Bekleidung sei schwarz gewesen, er habe schwarze Handschuhe getragen. Die weiße Maske habe Sehschlitze und kleine Hörner an den Seiten gehabt. „Wir wissen bislang nicht, ob es sich um eine versuchte Straftat oder lediglich um einen üblen Scherz gehandelt hat“, erklärt Angela Jansen.

Für den Brief der Rektorin zeigt Angela Jansen Verständnis: „Eine Schule reagiert so, wie eine Schule eben reagieren muss. Schließlich will sie ihre Kinder schützen.“ Genau deshalb hat sich Elisabeth Schaffrath auch zu dem Schreiben entschieden. Schaffrath: „Natürlich hatte sich der Fall schon herumgesprochen, die Gerüchte wurden immer wilder. Hätte ich nicht reagiert, wäre erst recht die große Panik ausgebrochen.“

Schaffrath möchte erreichen, dass die Eltern ihre Kinder schützen können und sie für mögliche Gefahren auf dem Schulweg sensibilisieren.

Hinweise nimmt die Polizei Heinsberg unter 02452/9200 entgegen.