Gangelt: Mariechen aus dem vergangenen Jahrhundert

Gangelt: Mariechen aus dem vergangenen Jahrhundert

Die Seniorensitzung der karnevalistischen Frauen von St. Nikolaus Gangelt war mit zahlreichen jecken Höhepunkten gespickt: So tanzten die Mariechen von 1928 und 1959 für das Dreigestirn. Der Saal des Krankenhauses Maria Hilf war fast zu klein, um die vielen Besucher zu beherbergen.

Es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Schnell hatten die St.-Nikolaus-Damen mit ihren Liedern das Eis gebrochen, und das Publikum sang schon zum Auftakt kräftig mit. Die Frauen überraschten mit Sketchen und ausgefallenen und verrückten Verkleidungen. So sah man vier schrille Damen im Flugzeug, die auch als Leuchtboje durchgegangen wären. Ausgestopfte weibliche Formen wurden präsentiert und erheiterten die Gemüter.

Geschwisterliebe, der Tratsch am Rande eines Schützenfestaufzuges sowie das deutsche Beamtentum wurden kräftig auf die Schippe genommen. Das Märchen vom Schneewittchen wurde auf der Bühne völlig neu interpretiert, und der Prinz mit schwarzen Zähnen und dicker Brille war tatsächlich nicht der Märchenprinz.

Die KG „Muhrepenn“ schickte zwei Tanzgruppen zur Sitzung und ernteten tosenden Applaus. Die Bambini ließen die Herzen der teilweise im Saal anwesenden Großeltern höher schlagen. Die Roten Funken vergnügten das Publikum mit einem schmissigen Gardetanz.

Schließlich kam die KG „Muhrepenn“ mit dem Dreigestirn Prinz Alexander I., Jungfrau Jeanette und dem Bauern André samt Elferrat zu Besuch. Für diese hatten die Frauen eine Überraschung vorbereitet. Zwei ehemalige Funkenmariechen tanzten für die Besucher, die Funkenmariechen Hilde von 1928 und Johanna aus dem Jahr 1959.

Es war ein Riesenspaß für alle, bei dem auch Spenden für den Kirchenchor und die Jugendarbeit der Feuerwehr unter der Leitung von Monika Brinkmann gesammelt wurden.

(sev)
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