Geilenkirchen: Mandolinenorchester „Wandervogel“ gibt Konzert

Geilenkirchen: Mandolinenorchester „Wandervogel“ gibt Konzert

Die Birgdener Kirche St. Urbanus gehört zu den schönsten neugotischen Bauwerken im Selfkant. Ihre schlanken Säulen und feingliedrigen Fenster korrespondierten bestens mit dem dezenten und kammermusikalisch-transparenten Klang des Mandolinenorchesters „Wandervogel“, das dort sein vorweihnachtliches Konzert präsentierte.

Auch der Kirchenchor von Birgden unter der Leitung von Karin Cuypers gestaltete einen wesentlichen Teil des Programmes.

Den Anfang machten die „Impressioni musicali“ von Giacomo Sartori, den man zuweilen als „Léhar der Mandoline“ bezeichnet hat. Dieser Titel ist nicht unberechtigt, beide Komponisten sind Zeitgenossen und haben viel Ähnlichkeit mit ihrer romantisch-eingängigen Schreibweise.

Relativ kleiner Klangkörper

Dem Orchester „Wandervogel“ gelang unter der Stabführung von Christel Haak eine eindrucksvolle Darbietung dieses Werkes, was bei dem relativ kleinen Klangkörper und der nicht unkomplizierten Harmonik der Komposition eine besondere Leistung war. Ebenso sorgfältig einstudiert war auch der faszinierende „Kanon“ von Johann Pachelbel, der sich auf dem Fundament eines achttönigen Ostinato-Basses entwickelt.

Einen Ausflug in die Welt des Musicals bot „Wishing you were somehow here again“ aus dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber. Hier gefiel Marion Meyers mit einem schönen Alt-Solo. Mit „Prime Rose“ war anschließend Giacomo Sartori noch ein weiteres Mal vertreten, dann folgte der romantisch-verklärte Sakramentgesang „Panis angelicus“ von César Franck. An die Stelle des Solo-Soprans trat Dorothée Hillemacher auf der Querflöte, die Stimme der ersten Mandoline übernahm Hubert Meehsen.

Dann trat erstmals der Kirchenchor Birgden in Erscheinung: Zusammen mit dem Mandolinenorchester wurde der Marsch „Klänge der Freude“ von Edward Elgar intoniert. Insgesamt bot der Kirchenchor unter Leitung von Karin Cuypers eine vorzügliche Leistung. Dann übernahm wieder das Mandolinenorchester mit einem Potpourri „Weihnachtsklänge“ die Fortführung des Programmes.

Wie so häufig, bildete auch bei diesem Konzert ein gemeinsames Lied mit dem Publikum den Abschluss. Gewählt wurde jedoch kein populärer „Weihnachts-Ohrwurm“, sondern der Luther-Choral „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“ — nicht zuletzt in Vorausschau auf das Jahr 2017, wo bekanntlich dem 500. Jahrestag des Thesenanschlages in Wittenberg gedacht wird.