Gangelt: Lucas lässt die Ninja-Kreisel wirbeln

Gangelt: Lucas lässt die Ninja-Kreisel wirbeln

Lucas Fronrath hat den Dreh raus. Wenn der seinen Kreisel in Schwung bringt, fegt der kleine Plastik-Krieger in der Mitte der rotierenden Scheibe die Gegner reihenweise vom Tisch. „Ist aber auch viel Glück bei”, sagt der Neunjährige. Bescheidenheit kann ja nicht schaden.

Dabei kann der Viertklässler aus Gangelt-Stahe richtig stolz sein. Jüngst ist er in einem Wettbewerb des Bausteinherstellers „Lego” nämlich auf dem 35. Platz gelandet. Wohlgemerkt: unter gut 38.000 Teilnehmern.

Die „Ninjago”-Serie hat es dem Viertklässler angetan. Die dazugehörigen Kampfkreisel, die so genannten „Spinner”, kann er aus allen möglichen Positionen loswirbeln lassen. Mit zwei Händen, mit einer Hand, mit bloß zwei Fingern. „Ich hab das ja auch schon ganz schön oft gemacht.” Doch dass ihn sein Können mal durch ein großes Turnier bringen wird, hat er nicht gedacht.

Es war ja bloß ein Zufall, dass die Familie im Februar zu Besuch in Hamburg war und dort in einem Kaufhaus in eine Vorrunde des Wettbewerbs hineinschlitterte. „Fand ich spontan lustig”, erinnert sich Lucas, „also hab ich mitgemacht”. Anschließend gab es noch ein paar kleine Preise - und das wars dann. So dachte die Familie jedenfalls. Bis im Juni ein Brief ins Haus flatterte: „Glückwunsch! Du bist qualifiziert für das Halbfinale.”

Wow! „Das war wirklich ne super Überraschung”, sagt Lucas. Die Mitschüler haben vielleicht große Augen gemacht als er erzählte, dass er in Köln antreten darf. Und mehr noch nach seiner Rückkehr - mitsamt dem Fahrschein für das Finale!

Im Freizeitpark Legoland in Günzburg wurde für die besten Spieler vor wenigen Tagen der rote Teppich ausgerollt. „Die wurden dort behandelt wie die Weltmeister”, sagt Vater Günter Fronrath. Zu der Zeit hatte auch ihn das Kreiselfieber bereits schwer gepackt. Ob der Vater wohl auch Talent hat? Da lacht der Sohn: „Nee, der Papa kann das gar nicht!” Lucas kanns - und am Ende hat nicht viel gefehlt zum Sprung aufs Podest.

Bei der Menge der Teilnehmer ist der 35. Platz schon ein ordentlicher Erfolg. Ob er es im kommenden Jahr noch mal wissen will? „Ich denke schon”, sagt er, „das hat jedenfalls viel Spaß gemacht.” An Übung wird es ihm bis dahin bestimmt nicht mangeln. Schließlich finden sich die Figuren und Kreisel überall in seinem Zimmer. Ist ganz schön praktisch, wenn das Trainingsgelände gleich neben dem Kinderbett beginnt...