Geilenkirchen: Liederabend der Musikschule: Lehrer und Schüler im Einklang.

Geilenkirchen: Liederabend der Musikschule: Lehrer und Schüler im Einklang.

Beim alljährlichen Liederabend der Musikschule Geilenkirchen, der anlässlich des Kulturprogramms der Stadt stattfindet, traten wieder etliche Gesangsschülerinnen und ein Gesangsschüler aus den Klassen von Olga Kreimer und Migena Gjata auf. Mit Liedern aus Oper, Musical, Filmmusik oder den aktuellen Charts wurden alle Geschmäcker im Publikum versorgt.

Den Auftakt machte ein Chorensemble mit Mozarts „Hallelujah“, worauf gleich zwei stimmgewaltige Beiträge von Ina Dackweiler folgten. Mit einer verzweifelten und einer erbosten Arie, in denen die Dame ihren Liebeskummer besingt, begeisterte sie das Publikum. „Die Forelle“ von Franz Schubert steuerte dank Helmut Heuschen einen fidelen und heiteren Teil bei. Er und auch die ihm nachfolgende Catherine Puvis-Schöler, die „Lascia ch‘io pianga“ aus der Oper „Rinaldo“ präsentierte, wurden von Eduardo Tow am Klavier begleitet. Laura Wurm, welche die „Oriental Romance“ von Nikolaij Fimskij-Korsakow sang, hatte für diesen Beitrag den Originaltext auf Russisch einstudiert.

Mit der „Seguidilla“ aus der Oper „Carmen“ verzückte Stephanie Baumeister die Gäste, die an diesem sommerlichen Abend in das Haus Basten gekommen waren. Für ihre stimmkräftige Darbietung „War ich nicht ein frisches Gräslein?“ erhielt Claudia Peltzer ebenso kräftigen Applaus, wie Bianca Gelbif für ihre Neapolitanische Romanze „Torna a Surriento“. Jule Hagen sang die Arie „Summertime“ und begeisterte mit ihrer Stimme das Publikum.

Mit einem traurig anmutenden Lied aus „Der Glöckner von Notre Dame“ trat Heike Dünkel vor das Auditorium und wurde ebenso wie Marion Meyers, die Celine Dions Klassiker „My heart will go on“ sang, mit reichlich Applaus entlohnt. Einen weiteren Klassiker, nämlich „Time to say goodbye“, sang Friederike Riediger zur Freude der Anwesenden. Begleitet von Eduardo Tow am Klavier brachte Linda Tholen mit „Hit the road, Jack“ so manchen im Publikum zum Mitwippen. Das zweite Lied bei Lindas Auftritt war der Charthit „Rolling in the deep“ von Adele, bei dem sie von Marco Schmelzer am Klavier begleitet wurde, der das Publikum beim A-Cappella-Teil des Liedes zum rhythmischen Mitklatschen bewegte.

Ana Lingens wagte sich an den allen bekannten Ohrwurm „Satellite“, mit dem Deutschland 2010 den Eurovision Song-Contest gewann. Ihr folgte Kathrin Schovenberg mit dem Vilja-Lied aus der Operette „Die lustige Witwe“ und beeindruckte dazu mit ihrem selbst geschneiderten Kleid.

Mitreißendes Schwips-Lied

Mit Sektglas und -fläschchen in der Hand kam Mathilde Draht zu Olga Kreimer ans Piano und brachte eine heitere und mitreißende Interpretation des Schwips-Liedes aus „Eine Nacht in Venedig“ auf die Bühne. Margaux Marggraf sang „On the streets where we live“ mit einer Geigen-Begleitung von Senta Kreimer und deren Mutter am Klavier.

Ihrem emotionalen Solo „Defying Gravity“ aus „Wicked“ ließ Simone Dünkel ein Duett mit Laura Wurm folgen. In ihrer deutschen Version von „What is this feeling“ durfte man das „Anzicken“ zweier Damen auf höchstem Niveau genießen. Danach folgte das Trio Margaux Marggraf, Jule Hagen und Simone Dünkel unterstützt von Olga Kreimer am Klavier und im Gesang mit „I feel pretty“ aus der „West Side Story“.

Ausnahmsweise sang beim vorletzten Stück des Konzerts einmal nicht eine Schülerin, sondern Pädagogin Olga Kreimer. Für deren russische Version von „Nur wer die Sehnsucht kennt“, begleitet von ihrem Mann Matthias am Klavier, nahm sie besonders von ihren Schülerinnen reichen Applaus entgegen. Das Finale stellte der Aufzug des „Chores der Zigeunerinnen“ dar. Ein zehnköpfiges Ensemble sang, bunt gekleidet, sein heiteres Stück und schloss den Abend harmonisch gebührend ab.

(a.s.)