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Übach-Palenberg: Letzter Mosaikstein komplettiert die Carlstraße

Übach-Palenberg : Letzter Mosaikstein komplettiert die Carlstraße

Seit der endgültigen Auflösung des Zechenbetriebes klafft an der Carlstraße, Ecke „Am Wasserturm” eine Lücke in der Bebauung.

Diese Lücke ermöglicht den bislang freien Blick auf die Brache rund um die alten Förderschächte und auf die Bergehalde. Doch mit dem Frühjahr in kommenden Jahr soll sich dies ändern, so wollen es zumindest die Investoren des Carolus-Wohnparks.

Quer gegenüber dem Carolus-Magnus-Centrum (CMC) für Umwelttechnologie und neben dem Komplex des Westdeutschen Schwimmverbandes soll hier ein großer Wohnpark mit Arztpraxen und insgesamt 31 Wohnungen entstehen.

Gewerbliche Räume

Das Gebäude wird voraussichtlich dreigeschossig, im Erdgeschoss finden sich nur gewerbliche Räume. Hier sollen nach Willen des niederländischen Investors van der Horst und der Architekten Hansen und Bussmann Arztpraxen sowie medizinische Dienste und weitere gewerbliche Versorger ihren Platz finden.

Auf diesen 1265 Quadratmetern werden laut Architekt Herbert Hansen bereits ortsansässige Praxen angesiedelt, die in den Carolus-Wohnpark umsiedeln.

Über dem Erdgeschoss sind auf einer Gesamtfläche von 2354 Quadratmetern 31 Wohnungen vorgesehen, die zwischen 52 und 102 Quadratmetern messen werden.

Hauptzielgruppe für diese Wohnungen sind Senioren und nach Angaben des Immobilienmaklers Klaus-Giso Bernhardt gibt es dafür schon einige Interessenten aus dem Stadtgebiet von Übach-Palenberg.

Auch für Singles

Aber auch Singles seien in dieser Anlage denkbar, doch das Angebot „Betreutes Wohnen” richte sich nach Ansicht der Investoren vor allem an ältere Menschen.

Denn die Wohnungen, sowohl kauf- als auch mietbar, sind allesamt über Aufzüge erreichbar, bieten Notruf und barrierefreies, also behindertengerechtes Wohnen und das Gesundheitszentrum im Erdgeschoss. Ein im Haus ansässiger Pflegedienst sowie der tägliche Mittagstisch und weitere Angebote sollen die Lebensqualität steigern.

Umstrukturierung

Auch Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll freute sich über das Bauvorhaben, das im Jahr 2005 abgeschlossen sein soll. „Mit diesem Großprojekt gehen wir einen wichtigen, weiteren Schritt in Richtung Umstrukturierung des ehemaligen Zechengeländes”, unterstrich er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit diesem „letzten Mosaikstein an der Carlstraße” werde gleichsam auch ein kleiner „Seniorengürtel” mitten im Stadtzentrum zwischen Übach und Palenberg geschaffen, der aus Carolus-Wohnpark und dem künftigen AWO-Seniorenheim bestehe.

Schmitz-Kröll sah von hier aus beide Zentren gleichermaßen gut erreichbar, zudem werde das Millionenprojekt mit einem voraussichtlichen Gesamtvolumen von sechs bis sieben Millionen Euro sich per Ausschreibung auch an ortsansässige Firmen richten.

„Wir hoffen natürlich, dass ein Großteil des Auftragsvolumens an Handwerksbetriebe aus der Stadt und der Umgebung gehen werden”, schloss der Erste Bürger.