Geilenkirchen: Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ wirbt für Frieden und Toleranz

Geilenkirchen: Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ wirbt für Frieden und Toleranz

Das Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen ist seit dem Jahr 2014 zertifizierte „Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage“. Damit ist sie auch verpflichtet, einmal im Jahr mit einem Projekt gegen Rassismus und jede andere Form von Diskriminierung an die Öffentlichkeit zu treten. Für Toleranz soll in diesem Jahr das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ werben.

Am Donnerstagabend stellte Heike Poth, Lehrerin für Biologie und Sport am Berufskolleg Wirtschaft, es im Ausschuss für Bildung und Soziales, Sport und Kultur des Stadtrates vor.

Mit diesem von den Künstlern Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Burscheid ins Leben gerufene Projekt soll der interkulturelle Dialog gefördert werden. Die Bildenden Künstler bringen den Engel der Kulturen als vermittelndes Symbol zwischen den Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum ein. Die Symbole dieser Religionen — den Halbmond, den Stern und das Kreuz — haben sie in einem Ring angeordnet. Dabei wird deutlich, dass kein Symbol aus dem Kreis herausgebrochen werden kann, ohne das Ganze zu beschädigen.

„Engel spielen in allen Weltreligionen eine Rolle. Sie stehen für Respekt und Toleranz, sind gegen Rassismus und Diskriminierung. Das sind Türöffner zur Völkerverständigung“, sagte Heike Poth.

Am Dienstag, 10. Juli, soll der „Engel der Kulturen“ in Geilenkirchen Einzug halten. Beginnend an der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule soll eine Karawane — Schüler der Geilenkirchener Schulen und interessierte Menschen — durch die Stadt ziehen. An einer noch zu bestimmenden Stelle soll der große Eisenring mit den drei Symbolen der Weltreligionen auf den Boden gelegt und mit Quarzsand gefüllt werden, so dass ein Engel sichtbar wird.

In Geilenkirchen wird dann die Bodenintarsie aus der Vorgängerstadt bleiben, die hier geschaffene Intarsie geht in die Nachfolgestadt. Alle bis 2019 aus Quarzsand gegossenen Engel werden 2019 zu einer Säule verarbeitet und in Jerusalem installiert. „Für Schulen gibt es auch kleine Holzschablonen, so dass die Schüler auch kleine Kunstwerke schaffen können“, erklärte Heike Poth. An jeder Schule legt die Karawane einen Stopp ein, dort soll dann ein Lied, ein Gedicht oder ein Text vorgetragen werden.

Um das Projekt finanziell zu unterstützen, werden Halsketten mit dem Engel der Kulturen verkauft. Sie gibt es am Samstag im Berufskolleg Wirtschaft, denn dort findet am Samstag der Aktionstag „Brücke statt Barrieren bauen“ des Bündnisses gegen Rechtsextremismus statt.

(st)
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