Geilenkirchen: Kunst und Handwerk am malerischen See im Wurmauenpark

Geilenkirchen : Kunst und Handwerk am malerischen See im Wurmauenpark

Auf eine Sache ist beim Kunsthandwerkermarkt in Geilenkirchen immer Verlass: auf den steten Wechsel. Denn von den insgesamt rund 120 Ausstellern, die sich am Sonntag entlang des malerisch gelegenen Sees präsentierten, waren rund ein Drittel Neuzugänge und zwei Drittel bekannte Gesichter.

„Wir versuchen immer eine gute Mischung aus Bekanntem und Neuem, damit es nicht langweilig wird“, erklärte Marktmeister Detlef Kerseboom von der Stadt Geilenkirchen dazu. Er selbst hatte den Infostand direkt am Eingang belegt, gleich neben den Damen und Herren des Nato E-3 A-Verbandes, die natürlich noch ein wenig die Werbetrommel rührten für das anstehende Geburtstagsfest.

Kurz nach der Markteröffnung gab es beim Kunsthandwerkermarkt in Geilenkirchen viel zu sehen (oberes Bild). Rot ist die Lieblingsfarbe von Künstlerin Sandra Otten, das zeigt sich auch auf ihren Bildern (unten links). Ulla (l.) und Mariton Kollar boten Marmelade an. Fotos (4): Markus Bienwald. Foto: Markus Bienwald

Während die Präsente dort vom Verband selbst in Form von Zapfenstreich, Fliegerparty und Tag der Offenen Tür an die Menschen in der Umgebung geben, konnte man sich beim Handwerkermarkt mit vielen Geschenken selbst eindecken.

Kurz nach der Markteröffnung gab es beim Kunsthandwerkermarkt in Geilenkirchen viel zu sehen (oberes Bild). Rot ist die Lieblingsfarbe von Künstlerin Sandra Otten, das zeigt sich auch auf ihren Bildern (unten links). Ulla (l.) und Mariton Kollar boten Marmelade an. Fotos (4): Markus Bienwald. Foto: Markus Bienwald

Für Damen, die immer ein oder mehrere Täschchen und Taschen brauchen können, stand Sophie Hermanns bereit. Die sympathische Studentin bot beispielsweise Turnbeutel, die früher mal verpönt waren und heute wieder total in sind, in verschiedensten Ausführungen zur Auswahl.

Der Modellflugclub „Ikarus“ bot mit Hans Kersten, Max Kalaczynski, Darius Kalaczynski, Achim Mathieu, Thorsten Trzinski, Marc Ortmanns und Thomas Nacken (v.l.) interessante Flugzeuge zum Probefliegen. Foto: Markus Bienwald

„Ich mache das neben der Uni als meinen Ausgleich“, sagte sie. Und natürlich hatte sie, wie die anderen Aussteller auch, ein wenig mit dem Wind zu tun, der schon einmal eine kräftige Brise durch den Wurmauenpark blies. Ulla Kollar und Mariton Kollar blies er beispielsweise gleich zu Beginn die Rückwand des Pavillons weg.

Doch den beiden Geilenkirchenerinnen machte das wenig aus, ruckzuck war die Rückwand demontiert und der Blick noch freier auf die angebotenen Heimtextilien. „Hier, probieren Sie mal“, lud Ulla Kollar ein, herrliche selbst gemachte Marmelade gab es da zu verkosten.

Während ein kleines Stückchen weiter den Weg hinauf sphärische Klänge durch die an- und wieder abschwellenden Besucherströme waberten, legte Sandra Otten noch letzte Hand an ihren Stand. „Ich sehe Kunst als eine Fantasiereise“, sagte sie über ihre Bilder.

Ihre Lieblingsfarbe Rot spielt dabei ebenso eine große Rolle wie Pferde oder auch Frauenfiguren. Das Ganze präsentiert sie in einer ganz eigenen, packenden Ansicht, die sich durch die Kombination aus Farbe und integriertem Metall auszeichnet und so ihre ganz eigenen Reize entwickelt.

Probefliegen erlaubt

Ohnehin legten die Organisatoren der Stadt Geilenkirchen großen Wert darauf, dass hier tatsächlich Kunst und Handwerk Hand in Hand gehen. Das galt aber nicht nur für die beinahe unzähligen, handgefertigten Dekosachen, sondern auch für die kleine kulinarische Meile, die sich praktischerweise mitten im Wurmauenpark auf dem befestigten Platz in der Mitte befand.

Hier gab es beispielsweise frisch gemahlenen Kaffee von einem Anbieter, der eigens aus Deutschlands Osten angereist ist. Oder es gab die frittierten Kartoffelstäbchen mal anders, und zwar in Spiralform, dazu frisch gebackene Waffeln und natürlich eine große Auswahl an Erfrischungsgetränken.

Die hatten sich am Ende des langen und erlebnisreichen Tages in Geilenkirchens Wurmauenpark auch die Mitglieder des Modellflugclubs „Ikarus“ aus Geilenkirchen redlich verdient. Denn sie luden nicht nur auf einem kleinen Areal unweit des Parks zum Probefliegen auf eigene Gefahr ein. Sie zeigten auch ihre Schätze und waren damit sicherlich einer der beliebtesten und meistfotografierten Stände des Tages.

So hatte Thomas Nacken vom Vorstand des rührigen Vereins kein Problem damit, selbst bei den Windböen über dem Wasser seinen Helikopter fliegen zu lassen. „Das macht mir nix aus“, sagte er lachend und steuerte mit sicherer Hand das edle Flugobjekt durch die Lüfte. „Wenns abstürzt, ist es natürlich blöd, einmal ist mir das passiert, das war weniger schön“, gab er zu. Aber an diesem Sonntag musste er nicht ins Wasser.

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