Kreis Heinsberg: Über 300 Einsätze der Feuerwehr

Sturm : Über 300 Einsätze im Kreis Heinsberg: Sturm fordert zwei Verletzte

Die Feuerwehren im Kreis Heinsberg wurden am Sonntag Nachmittag zu rund 300 Sturm-Einsätzen gerufen. Überwiegend waren Bäume umgeknickt und Dachpfannen von den Dächern gestürzt. In Hilfarth gab es zwei Verletzte.

Während die Sturmböen über das Kreisgebiet fegen, ist es schwierig, die Kreisleitstelle in Erkelenz zu erreichen. „Hier ist Land unter“, ist die Aussage eines Mitarbeiters in der Hauptphase des Sturms. Gegen 16.30 Uhr ist es dann auch, dass die Leitstelle wegen der enorm hohen Anzahl an Anrufen die eingehenden Notfälle direkt an die in den einzelnen Kommunen eingerichteten Koordinierungszentralen zur weiteren Bearbeitung weitergibt. „Dies haben wir nach den letzten größeren Flächenlagen so eingerichtet“, erklärt Oliver Thelen, Sprecher der Feuerwehr Gangelt.

In der Gemeinde Gangelt sind 75 Feuerwehrkräfte bei rund 20 sturmbedingten Notfällen im Einsatz. „Überwiegend sind es abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume“, erklärt Thelen. Ein Ast sei auf der Neutralen Straße bei Gangelt-Hohenbusch auf ein fahrendes Auto gekracht. Verletzt wurde, wie bei den übrigen Einsätzen auch, zum Glück niemand. Auch in Geilenkirchen kommt es zwischen 14 und 18 Uhr zu knapp 40 Einsätzen, an denen alle Einheiten der Stadt mit rund 70 Feuerwehrmännern beteiligt sind. Auch hier sind es umstürzende Bäume und lose Dachpfannen, die zum Problem werden. „An der Friedensburg in Geilenkirchen ist ein komplettes Blechdach vom Sturm abgeräumt worden“, erklärt Frank Büßelberg, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Geilenkirchen auf Anfrage. Die Straße bleibt darauf hin noch bis weit in den Abend gesperrt.

Ebenfalls gesperrt ist die Bahnstrecke zwischen Geilenkirchen und Aachen, weil ein Baum bei Zweibrüggen auf die Gleise gestürzt ist. „Wir warten auf Spezialisten von der Bahn“, erklärt der Leiter der Übach-Palenberger Feuerwehr, Detlef Mäntz. „Ehe die Leitungen nicht gesichert sind, können wir den Baum nicht entfernen.“ Auch in Scherpenseel wird noch ein Baum gesichert, der droht, auf ein Haus zu stürzen. Auch in Übach-Palenberg gibt es bis zum Abend keine Verletzten. Rund 70 Feuerwehrkräfte kümmern sich hier um rund zwölf Einsätze.

Ein rund 50 Quadratmeter großes Blechdach ist durch den Sturm von einem Gebäude an der Friedensburg in Geilenkirchen abgeräumt worden. Die Straße blieb bis in den Abend gesperrt. Foto: Feuerwehr Geilenkirchen. Foto: Oliver Thelen

Insgesamt waren die Feuerwehren im Kreis Heinsberg bei rund 300 Einsätzen vor Ort, erklärt der Leiter des Feuerschutzzentrums in Erkelenz, Thomas Kähler: „Ab 15 Uhr erreichten uns Notrufe ohne Ende. Darum wurde auch das Team in der Leitstelle kurzfristig um zwölf weitere Kräfte aufgestockt.“

Auf der Neutralen Straße in Gangelt-Hohenbusch ist dieser Baum auf ein fahrendes Auto gefallen. Die Insassen konnten sich selbst befreien, sie wurden nicht verletzt. Foto: Walter Scheufen

Nur in Hilfarth fordert der Sturm zwei Verletzte. Sie waren von einer umstürzenden Mauer und von Dachziegeln getroffen worden und mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebraucht werden, erklärte Kähler.

(red)
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