Kräuterweihe in Gangelt-Vinteln

Gebet und Gemeinschaft : Mit bunten Kräutersträußen zur kleinen Kapelle

Die Vintelner Dorfgemeinschaft freut sich auf die Kräuterweihe und auf Besucher aus der ganzen Region

Zur Kräuterweihe erwartet die Vintelner Dorfgemeinschaft am Donnerstag, 15. August, wieder viele Gäste aus der Region an der kleinen Kapelle, die von herrlichen Bäumen beschattet in der Feldflur steht. Im vergangenen Jahr konnte man freudig eine Johannes-Figur der Maria, die schon vor Jahren in der Kapelle einen Platz gefunden hat, hinzugeben. Die wurde von Anita Heinrichs aus Gangelt gespendet und – genau wie der Johannes – von Renate von Birgelen aus Breberen wunderbar restauriert. Nach der Einsegnung fand dann Johannes auch seinen Platz. Am Donnerstag, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, wird um 19 Uhr der Gottesdienst in Vinteln beginnen. Dann erlebt der unscheinbare Ort, an dem man üblicherweise nur einzelne Wanderer oder Radfahrer, die in der stillen Feldflur Andacht suchen, antrifft, eine Wandlung. Es werden Jahr für Jahr mehr Gläubige, die dafür sorgen, dass es eng wird um das von der Dorfgemeinschaft gepflegte Kapellchen, das aus den 1890-er Jahren stammt. Da Sitzgelegenheiten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, erkennt man den Kräuterweihe-Profi daran, dass er seinen eigenen Stuhl dabei hat. Die bunten Kräutersträuße, gepflückt und gebunden von den Frauen der Pfarren aus Gangelt, Stahe-Niederbusch und Hastenrath, bilden einen Rahmen für diese Messe. Wenn es dann von einem der Pfarrer heißt, die Gläubigen sollen „das Gute von dieser Messe mit nach Hause“ nehmen, sind wohl nicht nur die Kräutersträuße gemeint, sondern eine Mischung aus Gottes Wort und  aus gelebter Gemeinschaft, die am Ende mit einem bunten, gesegneten Kräuterstrauß garniert wird. Für den musikalischen Rahmen sorgendie Kevelaermusiker. Nach der Messe wird dann auf dem Hof der Eheleute Christel und Ernst Horrichs zu einem geselligen Beisammensein eingeladen.

(hama)
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