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Geilenkirchen-Lindern: Kosmetiktücher flattern übers Feld

Geilenkirchen-Lindern : Kosmetiktücher flattern übers Feld

Ein geschätzter Gesamtschaden von mehr als 150.000 Euro entstand am Montag Nachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der Landstraße 228 zwischen Lindern und Linnich.

Gegen 13.30 Uhr befuhr ein 56-jähriger LKW-Fahrer aus Geilenkirchen mit einem in Ungarn zugelassenen 40-Tonnen-Sattelzug die L 228 von Linnich nach Lindern. Etwa einen Kilometer vor Lindern geriet er auf gerader Strecke mit dem Zug aus ungeklärter Ursache nach rechts auf den Grünstreifen.

Während die Zugmaschine noch unbeschadet an einem Straßenbaum vorbeikam, prallte der mit Kosmetiktüchern beladene Aufleger des Sattelzuges gegen den Baum. Dabei wurde die komplette rechte Seite aufgerissen und ein Teil der Ladung „verteilte” sich sich über das angrenzende Feld und die Fahrbahn.

Der 56-Jährige konnte den Fünfachser wieder knapp an einem zweiten Baum vorbei auf die Fahrbahn zurücklenken. Das schwere Fahrzeug schleuderte dann jedoch erneut nach rechts, überfuhr einen weiteren Baum und bohrte sich in das Erdreich des angrenzenden Feldes.

Dabei wurde der 1000-Liter-Kraftstofftank schwer beschädigt und riss auf. Etwa 600 Liter des mit etwa 700 Litern Diesel gefüllten Tankes flossen aus und verteilten sich in das Erdreich. Der Fahrer hatte viel Glück, denn er zog sich bei dem Unfall keine Verletzungen zu.

Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Michael Meyer leiteten die alarmierten Feuerwehrkräfte die erforderlichen Maßnahmen ein. Mit Unterstützung der ebenfalls angeforderten Löscheinheiten Gillrath/Hatterath und Geilenkirchen fingen die Männer der Löschgruppe Würm mit speziellen Behältern den noch vorhandenen Rest aus dem Kraftstofftank auf und führten ihn später der Entsorgung zu.

Während der langwierigen Bergungsaktion und der Aufräumarbeiten musste die Landstraße 228 zwischen Lindern und Linnich über fünf Stunden komplett gesperrt werden. Bei den Entscheidungen über die zu ergreifenden Maßnahmen wurden auch das Ordnungsamt der Stadt Geilenkirchen und die Untere Wasserbehörde mit einbezogen.

Nach der Bergung des verunglückten Sattelzuges durch Kranwagen eines belgischen Abschleppunternehmens wurden die über das Feld verstreuten Kosmetiktücher entfernt. Außerdem musste das kontaminierte Erdreich ausgebaggert und entsorgt werden. Dazu mussten die Feuerwehrleute aus Würm nach einsetzender Dunkelheit die Unfallstelle ausleuchten.