Geilenkirchen: Kommt doch das Einkaufszentrum?

Geilenkirchen: Kommt doch das Einkaufszentrum?

Bürgermeister Thomas Fiedler ist bei der Verbreitung von Jubelmeldungen sehr vorsichtig und übt sich in Zurückhaltung. Am Freitag hat er deshalb zunächst nur die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien ins Rathaus eingeladen.

Der Anlass für das Treffen: Die Kölner Böhne KG, Besitzerin des alten Extra-Marktes, hatte am Donnerstag ein Nutzungskonzept für das Areal an der Herzog-Wilhelm-Straße vorgelegt. Im Klartext heißt das: Nach mehr als zehn Jahren könnte der städtebauliche Schandfleck „Alt-Extra” beseitigt werden und doch noch ein Einkaufszentrum entstehen.

„Von den 16.000 Quadratmetern, wie die ITG es einmal geplant hatte, müssen wir uns aber verabschieden”, sagt Fiedler, der über die auf 6000 bis 7000 Quadratmeter reduzierte Verkaufsnutzfläche überhaupt nicht unglücklich ist. „Das Zentrum ist architektonisch sorgfältig geplant, es fügt sich harmonisch ins Stadtbild ein und wird nicht allzu große Verkehrsströme durch die Innenstadt führen”, freut sich der Verwaltungschef.

Fiedler weiß bei aller Vorfreude aber auch: „Es hängt alles davon ab, ob der Investor sein Konzept umsetzen kann.” Zu solch einem Konzept gehören natürlich entsprechende Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte. Für die Böhne KG gilt es nun, diese für das Einkaufszentrum Geilenkirchen zu gewinnen.

Die Pläne der Böhne KG werden in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag, 28. Januar, 18 Uhr, vorgestellt. Stimmt dann auch der Rat in seiner nächsten Sitzung zu, müsste die Stadt Geilenkirchen nur noch die Baugenehmigung erteilen. Und schon könnten die ersten Bagger bald anrollen.

Derweil sind Fiedler und Stefanie Linkens aus dem Wirtschaftsförderungsamt bemüht, die durch die Planung der ITG verursachten Leerstände mit neuem Leben zu füllen. „Aktive Wirtschaftsförderung ist für uns die Akquise von Investoren erklärt Thomas Fiedler, der derzeit ständig mit möglichen Investoren im Gespräch ist.

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