Geilenkirchen: Kommentiert: Unnötiger Ärger

Geilenkirchen: Kommentiert: Unnötiger Ärger

Es ist ja begrüßenswert, dass die Post nun doch auf die Beschwerden aus Waurichen reagiert und dort wieder ein Stammzusteller eingesetzt wird. Ob es wirklich nötig ist, dass ein Einwohner die Presse einschaltet, damit etwas geschieht, muss der Dienst mit sich selbst ausmachen. Klüger wäre sicherlich, Kundenbeschwerden ernstzunehmen, bevor sie an die Öffentlichkeit geraten.

Daran, dass nun nach einer einzigen Presseanfrage mal eben das Personalkarussell rotiert, lässt sich ja zuverlässig ablesen, dass die Klagen begründet waren. Dass die Pressestelle der Post das so ausdrücklich nicht verstanden wissen will, darf man getrost vergessen. Die Wahrheit ist wohl, dass sich bislang einfach niemand gekümmert hatte.

Schon klar, wir sprechen hier vom gewaltigsten Zustelldienste seit Erfindung der Ableckgummierung für Briefmarken, da kann man sich nicht um jedes Kinkerlitzchen gleich gut kümmern. Man könnte aber signalisieren, dass man es zumindest versucht. Alberne Schleim-Briefchen vom sogenannten Kundenservice, die mit keinem Ton auf das Anliegen des Beschwerdeführers eingehen, sind dazu nicht geeignet.

Die Unbeweglichkeit der oberen Etagen haben am Ende des Tages nicht „nur“ die Kunden auszubaden, sondern auch die eigenen Mitarbeiter, die ihre Arbeit ja anscheinend weit überwiegend zuverlässig erledigen. Das ist das eigentlich Traurige an der ganzen Chose.