Geilenkirchen: Kommentiert: Geilenkirchener Grüne sind keine Königsmörder

Geilenkirchen : Kommentiert: Geilenkirchener Grüne sind keine Königsmörder

Wer wirft den ersten Stein auf Bürgermeister Georg Schmitz? Wer redet zuerst unverhohlen Tacheles mit dem Mann, der in der Geilenkirchener Bevölkerung so beliebt ist? Wer weist den Verwaltungschef öffentlich zurecht? Dass es bald so kommen musste, war klar.

Es war nur eine Frage der Zeit. Die Grünen haben es sich sicherlich nicht einfach bei ihrer Entscheidung gemacht und intern lange diskutiert. Auch sie wissen, dass die Geilenkirchener ihren Schorsch lieben, dass Kritik zu einem Bumerang werden kann, weil die Menschen in dem Kritiker einen Königsmörder sehen. Aber Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden hat in der Ratssitzung am Mittwochabend, 13. Dezember, nur offen ausgesprochen, was andere hinter vorgehaltener Hand schon lange flüstern.

Während im Rathaus nahezu Anarchie herrscht und Erster Beigeordneter Herbert Brunen immer dann in die Bresche springen muss, wenn es brenzlig wird, zeigt der Bürgermeister derweil Bürgernähe und tummelt sich in der Vereinswelt. Nachdem nun der erste Stein auf Schmitz geflogen ist, werden die Zeiten rauer. Die Kommunalpolitiker haben jetzt das Jahr 2020 fest im Blick.

Dann wird wieder der Bürgermeister gewählt. Georg Schmitz hat bereits angekündigt, dass er erneut kandidieren wird, wenn er gesundheitlich auf der Höhe bleibt. Bis dahin muss sich zeigen, ob aus dem Bürgermeister-Lehrling nun ein Bürgermeister wird. Ansonsten sollte er auf eine weitere Amtszeit frühzeitig verzichten.

Mehr von Aachener Zeitung