Geilenkirchen - Kommentiert: Bürgermeister muss Rückgrat zeigen

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Kommentiert: Bürgermeister muss Rückgrat zeigen

Ein Kommentar von Udo Stüßer

Es mag ja gute Gründe für das Vorhaben von Bürgermeister Georg Schmitz geben, die Verwaltung umzukrempeln. Die Kritik an der Amtsführung von Andreas Eickhoff wurde immer lauter, aber auch die Arbeit des Technischen Beigeordneter Markus Mönter stößt nicht immer auf ungeteilten Beifall.

Dass dem so ist, machte nicht nur Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden in seiner Haushaltsrede im Dezember deutlich: Auch aus Verwaltungskreisen selbst hört man immer mal wieder kritische Töne.

Wenn der Bürgermeister dann aber durchgreifen und urplötzlich das ganz große Rad drehen will, einen langjährigen Amtsleiter von seinem Posten entbindet, einen Amtsleiter umsetzt und einen neuen benennt und dann sogar Dezernate neu zuschneiden will, gehören dazu auch Fingerspitzengefühl und Transparenz. Ein Verwaltungschef kann nicht geräuschvoll ein halbes Rathaus umbauen wollen, Briefe an alle Stadtverordneten verschicken lassen und öffentlich ankündigen, nicht-öffentlich über „Umstrukturierung der Verwaltung“ zu sprechen und dann urplötzlich untertauchen.

Das muss man dem Bürger erklären. Da muss der Bürgermeister Rückgrat zeigen und selbst Klartext reden.

 

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