Geilenkirchen: Klassische Kompositionen zum Abschied von Matthias Küster

Geilenkirchen: Klassische Kompositionen zum Abschied von Matthias Küster

Man konnte sehr gut sehen, wie sehr sich Matthias Küsters über den Abend in der Turnhalle „seines“ Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula freute. Denn zum traditionellen Sommerkonzert machte ihm die 150-köpfige Big Band der Schule am Markt ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk: Klassische Jazz- und Swing-Kompositionen vom Allerfeinsten.

Das nahm der zum Schuljahresende in den wohlverdienten Ruhestand wechselnde Oberstudiendirektor natürlich gerne an und genoss den Abend in vollen Zügen. Bevor die jungen Damen und Herren des brillanten Orchesters unter der hervorragenden Leitung von Leo Jansen antraten, durften sich die Mitglieder des Vokalpraktischen Kurses (VOK) unter der bewährten Leitung von Brigitte Reymer als Eisbrecher des Abends beweisen.

Immer für einen Ohrwurm gut präsentierte sich die Big Band beim Sommerkonzert des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula Geilenkirchen in allerbester Spiellaune. Foto: Markus Bienwald

Herrschten bei früheren Sommerkonzerten teils tropische Temperaturen in der eigens zum Konzertsaal umgenutzten Turnhalle, sorgte dieses Mal eher kühles Wetter für nicht so sommerliche Stimmung. Die war aber sofort da, als der VOK mit „Swing the Prelude“, basierend auf Carpenters „Te Deum“ begann. Einen kleinen Schritt in Richtung Sommerferien wagten die jungen Sängerinnen und Sänger mit dem heiteren „Wenn jetzt schon Juli wär‘“ von den Wiseguys.

Das cinemascopeartige „California Dreamin‘“, unterstützt von einer Combo der Big Band, nutzte die nach Sommer lechzenden Gedanken der Besucher, um die passende Stimmung zu zaubern. So war der Weg bestens bereitet, um dem gigantischen Big-Band-Sound der Geilenkirchener Eleven zu lauschen. Sie stießen nicht nur bei „Opus One“ passend ins Horn und bliesen alle trüben Gedanken aus dem Kopf. Viel Spaß machten auch die Kracher „Jumpin‘ at the Woodside“ von Count Basie oder das federnde „Sing, Sing, Sing“.

Mit vielen tollen Soloeinlagen wurden auch Titel wie „Around the Horn“ und der absolute Big-Band-Klassiker „In the Mood“ zu echten Highlights des Abends. Nach der Pause legten die Big-Bander noch mächtig nach. Die ruhigere Schiene wurde exzellent mit den Ohrwürmern „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum bedient, aber auch „When a Man Loves a Woman“ blieb noch lange im Kopf. Auch die flotte Seite swingenden Big-Band-Sounds wurde mit „El Taco Rocko“ und dem brillant vorgetragenen „Soul Man“ bestens repräsentiert. So war am Ende eines kurzweiligen Sommerkonzerts nicht nur Matthias Küsters sehr stolz auf die Musiker des Gymnasiums. Auch die Gäste spendeten zu Recht viel Applaus für hervorragende Leistungen.

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