An Musik heranführen: Klassik für Kinder mit Ensemble Corrélatif

An Musik heranführen : Klassik für Kinder mit Ensemble Corrélatif

Mit dem Ensemble Corrélatif starteten die Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg in Kooperation mit der Anton-Heinen-Volkshochschule eine neue Konzertreihe, die sich ganz speziell an Kinder richtet.

Mit dem Holzbläserquartett Ensemble Corrélatif hatten die Veranstalter den perfekten Partner eingeladen, um Kindern die klassische Musik nahe zu bringen. Marion Klotz (Oboe), Anne Steinbach (Fagott), Christian Strube (Flöte) und Matthias Beltz (Klarinette) verstanden es nicht nur, die Kinder anzusprechen, sondern boten zudem Beispiele klassischer Kammermusik, die auch für die begleitenden Erwachsenen ein Genuss waren.

Die 2. Vorsitzende der Freunde der Kammermusik, Andrea Kaminski, begrüßte im Namen ihres Vereins und der VHS die Gäste und freute sich, dass das Angebot ein Kinderkonzert im Schloss Zweibrüggen zu erleben, von so vielen Besuchern wahrgenommen wurde. Man hatte schon den Eindruck, dass die Kinder, die teilweise noch sehr jung waren, auch den feierlichen Rahmen zu schätzen wussten, den das hübsche Schloss im Wurmtal ausstrahlt.

Ganz unaufdringlich führten Marion, Anne, Christian und Matthias die Kinder an die Thematik heran. Erst einmal warmmachen, ein bisschen Händeklatschen und Füßetrampeln zur Einstimmung. Dann mal gucken, welche Instrumente denn da auf der Bühne gespielt werden sollten. Flöte war ja leicht zu erraten. Klarinette ging auch noch. Bei Oboe und vor allem beim Fagott waren dann die etwas größeren Kinder im Vorteil, die selber schon ein Instrument spielen und sich bereits Gedanken über das Angebot auf dem Instrumentenmarkt gemacht hatten.

Vier junge Musiker bilden das Holzbläserquartett Ensemble Corrélatif. Foto: Dettmar Fischer

Das kleine Quiz setzte sich fort mit der Frage, welches des vier Instrumente denn wohl den tiefsten Ton spielen könnte. Anne mit ihrem Fagott ging als strahlende Siegerin aus diesem kleinen Wettstreit hervor.  Von großem Vorteil für das Gelingen des Kinderkonzertes war sicherlich, dass alle vier Musiker des Ensembles Corrélatif noch jung sind und mit Freude ihre eigene Liebe zur Musik vermitteln konnten. „Total Verhext!“ lautete der Titel des Kinderkonzertes.

Folglich kam, nachdem die Kinder gelernt hatten, wieso eine Flöte aus Metall in einem Holzbläserquartett mitspielen darf (deswegen, weil sie früher mal aus Holz war), die Hexerei ins Spiel.

In Annes Fagott war ein geheimnisvoller Brief versteckt. Der stammte von der Hexe Fantasia Allegretto, die kurz vor ihrer Hexenprüfung dringend Unterstützung von den vier Musikern benötigte, um die Prüfung zu bestehen. Bei der Ausgangssituation, die die vier Musiker spannend darstellen konnten, war ihnen die Aufmerksamkeit der Kinder natürlich gewiss. Mit musikalischer Magie und der Hilfe der Holzblasinstrumente galt es, das anstehende Hexenexamen zu bestehen und einen geheimnisvollen Kandelaber zum Leuchten zu bringen. Immer wieder wurden die Kinder in den Verlauf der Geschichte eingebunden.

Und es wurden kurze, aber sehr schöne Musikstücke vom Ensemble Corrélatif dargeboten. Darunter befand sich ein Stück aus den drei mährischen Tänzen des tschechischen Komponisten Leoš Janáček. Wer das erste Kinderkonzert im Schloss Zweibrüggen versäumt haben sollte, sollte sich das zweite vormerken.

Im Rahmen ihre 48. Konzertreihe bieten die Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg ihr 2. Konzert für Kinder im Schloss Zweibrüggen am Sonntag, 8. Dezember, ab 11 Uhr an. Auch das Thema dieses Konzertes dürfte die Kinder ansprechen, denn das Motto lautet dann „Weihnachten bei den Kobolden und Trollen“. Mit dem TenHagen Quartett wird ein Streicherquartett im Schloss zu Gast sein, das aus vier Geschwistern besteht.

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