Scherpenseel - Karnevalszug: Der Lindwurm ist zurück in Scherpenseel

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Karnevalszug: Der Lindwurm ist zurück in Scherpenseel

Von: Heinz Eschweiler
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Straßenkarneval am Tulpensonntag in Scherpenseel, hier in den 1990er Jahren, war immer ein Zuschauermagnet. Foto: agsb
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Straßenkarneval am Tulpensonntag in Scherpenseel, hier in den 1990er Jahren, war immer ein Zuschauermagnet. Foto: agsb

Scherpenseel. Tulpensonntag in Scherpenseel – bereits am Vormittag war der Vorplatz der „Tanke“ früher üblicherweise Treffpunkt, hier gab es dann „Flüssiges“ für Fußgänger. Zur Mittagszeit tummelten sich hier bereits die Massen, obwohl der närrische Lindwurm da gerade erst in Windhausen das Startzeichen erhielt.

Nach dem plötzlichen Ende der KG Scherpe-Bösch-Wenk im Januar 2017 schauten die Freunde und Teilnehmer des närrischen Lindwurms am Tulpensonntag dann zunächst in die Röhre, die wochenlange Arbeit im Vorfeld schien vergebens, die Freude am Karneval war fast verflogen.

Team Bob 1 des SV 09 Scherpenseel-Grotenrath hatte den Wagen fertig, man meldete sich kurzfristig in Geilenkirchen an. „Jedoch war nach dem Zug tote Hose, da fuhren wir gleich wieder nach Scherpenseel – alleine statt im Lindwurm“ erzählt Gerd Gottschalk. Doch plötzlich hatte der Wagen eine Fußtruppe um Thomas Fuchs hinter sich – und alle hatten doch noch Spaß ohne Ende.

Schnell kam die Idee auf, dieses Brauchtum nicht so leicht sterben zu lassen und 2018 in Scherpenseel wieder zu neuem Leben zu erwecken. Es waren zunächst nur Ideen, die sich dann im Laufe der folgende Monate weiter verfestigten. Mit Manfred Wrobel fanden Thomas Fuchs, Gerd Gottschalk und Wolfgang Heinen einen Mitstreiter. Viele Gespräche wurden geführt, die Hallennutzung für die After-Zug-Party festgelegt und eine Warm-Up-Karnevalsparty am Freitagabend in der Mehrzweckhalle besprochen.

Auf der Feuerwehrparty war die Idee dann ausgereift und die ersten Bestätigungen trudelten ein. „Gleich das erste Gespräch mit der Privat-Musikkapelle brachte ein „Ja – wir machen mit“, so Gerd Gottschalk – so war eine erste Sorge vom Tisch.

Manfred Wrobel knüpfte die Kontakte zum Stadtprinzen. Auch hier kam spontan „Ich komme mit Wagen“. Auch aus Marienberg kamen Zusagen – die Marienberger waren immer in Scherpenseel dabei gewesen. „Als ich vor einigen Tagen auf der Ortsvereinsversammlung war, gab es nur positive Zustimmung für unsere Idee“ konnte Thomas Fuchs auf der wöchentlichen Versammlung in der heißen Phase im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr berichten. „Scherpenseel lebt wieder“, sagte Gerd Gottschalk, erfreut über die große Euphorie in der Dreidörfergemeinschaft Scherpenseel/Siebenpusch/Windhausen.

Anmeldungen noch möglich

Zur Unterstützung ihres Vorhabens überreichte der Seniorenverein der Interessengemeinschaft Karnevalsjecke Scherpenseel eine Spende. „Wir haben schon über zehn Anmeldungen und viele weitere Nachfragen – der Zug wird sehr bunt und stimmungsvoll“, freute sich das Team über das große Interesse der Bevölkerung, dieses Brauchtum nicht sterben zu lassen. Auf dem Vorplatz zur Tanke wird jedenfalls wieder „Flüssiges“ angeboten, die Kreuzungsbereiche der Heerlener Straße/Vom-Stein-Stein-Straße und der Heerlener Straße/Grotenrather Straße/Von-Liebig-Straße soll wie in all den vorigen Jahren zur großen Narrenzentrale werden.

Gestartet wird um 14 Uhr in Windhausen, Zugauflösung in Höhe Hühnermarkt/Weber-Kies-Straße. Anmeldungen können bis zum 26. Januar an Gerd Gottschalk, per E-Mail unter info@innenausbaus-gottschalk.de oder telefonisch unter Telefon 01717839952 oder an Thomas Fuchs, per E-Mail unter t.fuchs2@gmx.net oder telefonisch unter Telefon 015782040051, gerichtet werden.

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