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Geilenkirchen-Immendorf: Kappensitzung der KG „Lott se loope“ Immenwauweiler

Geilenkirchen-Immendorf : Kappensitzung der KG „Lott se loope“ Immenwauweiler

Dass eine Karnevalsgesellschaft auch ohne Tollitäten ordentlich feiern kann, hats die KG „Lott se loope“ Immenwauweiler mit ihrer Kappensitzung bewiesen. Der Saal Werden-Pongs war restlos gefüllt. Das mag in erster Linie an dem viel versprechenden Programm gelegen haben, aber auch an dem großen Fankreis, den der älteste Karnevalsverein im Stadtgebiet in seiner 86. Session aufzuweisen hat.

Sitzungspräsident Norbert Hermanns freute sich über die gute Resonanz von Seiten der Bevölkerung und stellte eingangs eine große „Promi-Dichte“ in den ersten Sitzreihen fest. So begrüßte er aus der Bundespolitik Norbert Spinrath (MdB), den Landtagsabgeordneten Bernd Krückel, Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler und zahlreiche Stadtverordnete jeglicher Couleur.

Mit Kanonenschuss eröffnet

Angeführt vom Schützenkorps Waurichen bahnte sich anfangs der Verein in voller Größe seinen Weg durch das närrische Volk. Ehrenpräsident Helmut Bings rief zusammen mit Norbert Hermanns ein begrüßendes, dreifaches „Immenwauweiler Alaaf“ in die applaudierende Menge, bevor die Kappensitzung mit dem schon traditionellen Kanonenschuss eröffnet wurde.

Die jüngsten, von Kerstin Krell und Heike Hermanns trainierten Tanzmariechen der Bambini-Truppe — vom Präsidenten auch „Tanzmäuse“ getauft — stimmten zu Beginn ihre Bewegungen auf die begleitende Musik ab. „Oh wie süß“, war zu hören, und besonders die Eltern sahen in ihren Kids schon die Tanzstars von morgen.

Die neun Mädels der Kleinen Garde alias „Young Generation“ folgten ihnen auf dem Fuße und wirbelten über die Bühne. Christina Schulz zeichnet für deren Choreografien verantwortlich.

Nach einem stimmungsvollen Bühnenspiel des Schützenkorps Waurichen ließ auch die Große Garde nichts anbrennen. Die sieben jungen Frauen bekamen für ihren gekonnten Auftritt viel Beifall. Nun rief Norbert Hermanns den langjährigen stellvertretenden Präsidenten Bernd Schmitz zu sich, um ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen und mit einer entsprechenden Urkunde zu bedenken.

Mit „wir machens jetzt, wir machens hier“ rissen die sechs Vollblutmusiker der Band „Altreucher“ aus Köln die Menschen in der Narrhalla vom Stuhl. Sänger und Frontmann Volker Dahmen kann auf ein zehnjähriges Bühnenjubiläum und das neue Album „Heimatjeföhl“ verweisen.

Reise um die Welt

Das von Christine Hermanns trainierte Solomariechen Melissa tanzte sich in die Herzen der Zuschauer, bevor mit dem „Flachlandtiroler“ aus Köln ein Büttenredner den Saal aufmischte. Im Verlauf der Kappensitzung traten auch die Mittlere Garde, die Showtanzgruppe „Celebration“ und Solomariechen Christine sowie das Männerballett und die KG Damen und Herren in Aktion.

Heike Hermanns und Michael Jansen brachten die Gäste mit einem tollen Zwiegespräch zum Lachen und eine musikalische Reise unter Peter Frankenfeld alias Rainer Bings nahm die Besucher mit auf eine Reise um die Welt. Mit viel Power stellte sich das Trompetenkorps „Kaafsäck“ aus Eschweiler vor.

Dann machten die im Komitee Geilenkirchener Karnevalsgesellschaften (KGKG) beheimateten Vereine aus dem Stadtgebiet ihren Immenwauweiler Kollegen die Aufwartung, wobei zahlreiche Orden verteilt wurden.

Den Höhepunkt des Abends hatte die KG für das Finale aufgehoben. Die 3 Colonias aus Köln erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen mit Bravour. Fast 20 Singles und fünf Alben hat das seit 1976 bestehende Mundart-Trio bereits veröffentlicht.

Die Gründungsbesetzung wurde 2013 abgelöst, zieht aber nicht minder erfolgreich durch die Lande. Legendär sind ihre Hits wie „Bier und nen Appelkorn“, „In Afrika ist Muttertag“, „Oh, wie tut das gut“ oder „Sulang d´r Dom noch steiht“. Bei der Immendorf Kappensitzung hinterließen die Kölner einen sehr guten Eindruck.