Geilenkirchen-Hatterath: Kapelle in Eigeninitiative gebaut

Geilenkirchen-Hatterath: Kapelle in Eigeninitiative gebaut

Die Menschen im 430-Seelen-Dorf Hatterath freuen sich über ihre Peter- und Paul-Kapelle, die am Mittwochabend bei einer Feierstunde mit dem Segen Gottes versehen ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Genau am Tag des Namenspatrons feierte auch die St.- Peter- und Paul-Schützenbruderschaft ihre erste Patronatsmesse im Schatten der neuen Kapelle.

Kaplan Andreas Krieg war voll des Lobes über das auf Privatinitiative von Peter Birmanns entstandene kleine Gotteshaus. „Kapellen auf dem Weg erinnern uns daran, dass Christus allgegenwärtig ist”, sagte der katholische Pfarrer. „Was wäre eine Kapelle ohne euch. Kirche soll verbinden. Diese Kapelle ist ein Ort des Gebetes”, fuhr Krieg zu den Gläubigen gewandt fort, bevor er den Segen Gottes erbat. Auf ihrem Grundstück am Salzweg begann die Familie Birmanns im Frühjahr 2010 aus eigenen Mitteln mit dem Bau der Kapelle.

Zu diesem Zeitpunkt waren Irma und Peter Birmanns das Königspaar der örtlichen Peter- und Paul-Bruderschaft, und über diese Beziehung stand die Namensgebung für die Kapelle schnell fest. Das Ehepaar Birmanns sowie die beiden Söhne Harry und Markus sorgten mit eigenen Händen dafür, dass Stein für Stein die in Oktogon-Form gebaute Kapelle Gestalt annahm. Von einigen Freunden unterstützt, wuchs der Ort des Gebetes zu einem stattlichen Gebäude an, und zum Schluss kam noch ein ebenfalls achteckig gehaltener Turm oben drauf.

Natürlich musste alles seine Ordnung haben, und deshalb ist die für alle Menschen zugängliche Kapelle durch einen entsprechenden Bauantrag abgesichert. Über 100 Bürger wohnten der Patronatsmesse mit Einsegnung bei, und Peter Birmanns stand Kaplan Andreas Krieg als Diakon zur Seite. Nach der Segnung bedankte sich Peter Birmanns bei seinen Helfern und den Menschen, die ihm mit Ratschlägen zur Seite gestanden hätten.

„Dies hier ist ein Ort der Begegnung und der Besinnung, und Christus wird immer Mittelpunkt sein”, sagte Peter Birmanns mit Blick auf die eingemauerte Tafel mit der Aufschrift „Mein Jesus Barmherzigkeit”. Bis auf die Fenster, die in Kürze installiert werden, ist die Kapelle fertig. Tagsüber wird sie immer geöffnet und so für gläubige Menschen als Ort stillen Gedenkens zugänglich sein. Abends werden die Türen geschlossen.

Mehr von Aachener Zeitung