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Geilenkirchen: Kann alte Eiche die Attacke überleben?

Geilenkirchen : Kann alte Eiche die Attacke überleben?

Ist es nur ein übler Scherz oder ein bewusster Akt der Zerstörung, dessen Ziel eine mehr als 80 Jahre alte Eiche im Kapellenweg in Niederheid geworden ist?

Dies ist die Frage, die man sich im Geilenkirchner Rathaus stellt. Eine Frage, auf die, so hofft man im Stadtentwicklungs- und Umweltamt , die nunmehr gestellte Strafanzeige eine Antwort liefern wird.

In der letzten Woche wurde die Verwaltung von Anwohnern darüber informiert, dass die imposante Eiche, die an der Einmündung zur von-Humboldt-Straße im Kapellenweg steht, in weiten Bereichen das Laub abgeworfen hat.

Eine erste Untersuchung des wertvollen Baumes ergab, dass dieser im Bereich des Stammansatzes an etwa 15 Stellen etwa 50 Millimeter tief angebohrt worden ist und dass offensichtlich Flüssigkeiten unbekannter Art in diese Bohrungen gefüllt wurden.

Zudem ist in etwa 1,50 Meter Höhe eine offensichtlich durch ein Beil oder Messer verursachte größere Wunde vorhanden. Im Kronenbereich des Baumes ist das Laub mehrerer Äste zum Teil oder auch gänzlich grau-bräunlich verfärbt. Viele Blätter sind abgefallen.

Welcher Art die Schädigungen sind und was die Ursache für die plötzliche Erkrankung des Baumes ist, wird gutachterlich geprüft. Im schlimmsten Fall muss davon ausgegangen werden, dass der Baum diese Attacke nicht überleben wird.

Dies, so die Mitarbeiter des Stadtentwicklungs- und Umweltamtes, würde neben den finanziellen Verlusten - eine Eiche diesen Alters hat einen Wert von mehreren zehntausend Euro - einen mindestens ebenso großen Verlust für das Ortsbild und die kleinklimatischen Bedingungen im Bereich des Kapellenweges haben.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverwaltung Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, in der Hoffnung, dass die Täter ermittelt werden können. Da die Schädigung einiges an Vorbereitung erforderte, zumindest musste für die Tat eine Bohrmaschine mitgeführt werden, geht die Verwaltung davon aus, dass es sich nicht um die Tat einer zufällig vorbeikommenden Person handelt.

Wenn dieser Fall aufgeklärt werden kann, muss die betreffende Person mit Schadenersatzforderungen seitens der Stadt rechnen, die sowohl den materiellen Wert als auch sämtliche mit der Strafverfolgung entstehenden Kosten abdecken.

Sachdienliche Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die Stadtverwaltung unter 02451/629 220 und 629 320 oder die Polizei entgegen.