Kaninchenschau in Gangelt-Schierwaldenrath

Kaninchenschau in Gangelt : Gemeinsam geht es besser, auch in Sachen Kaninchenzucht

Erste Kaninchen-Gemeinschaftsschau bei der Selfkantbahn macht Lust auf mehr. Die Rasseekaninchenzuchtvereine R384 Langbroich und R39 Oberbruch-Grebben zeigten ihre Kaninchen.

Die Rassekaninchenvereine rücken enger zusammen. Waren die Lokalschauen der Rassekaninchenzuchtvereine vor Jahre noch ein Publikumsmagnet, so wird es für die Vereine immer schwieriger, geeignete Räumlichkeiten für ihre Ausstellungen zu buchen. Vielerorts schließen die Gaststätten, und dies ist auch für die Vereine ein Problem.

Die Rasse- und Kaninchenfreunde aus Langbroich und Oberbruch-Grebben starteten nun gemeinsam einen neuen Versuch und legten beide Lokalausstellungen zusammen. Der R384 Langbroich schätzt sich glücklich, mit den Freunden der Historischen Selfkantbahn einen exzellenten Partner gefunden zu haben. Die Lokalschauen finden seit Jahren in der Museumshalle an Gleis 3 statt. Die Kaninchenfreunde schätzen dieses schicke Ambiente am Bahnhof Schierwaldenrath, auch diesmal gab es Lob von vielen Seiten.

In der Ausstellung waren auch die Deutschen Riesen ein Hingucker, da kam schon ordentlich Gewicht auf die Waage. Und auch sonst hatten die Ausstellungen einiges zu bieten, weitere Rassekaninchen zogen die Blicke auf sich. Die Kinder verliebten sich natürlich in alle Kaninchen, wobei besonders die Löwenköpfchen mit ihre wuschigen Mähne die Herzen der jungen Kaninchenfreunde höher schlagen ließen.

Insgesamt gibt es rund 300 Kaninchenrassen, von denen am Bahnhof neben den genannten beispielsweise Schwarzgrannen, Zwergwidder, Rhönkaninchen, rote Neuseeländer, schwarze Kleinsilber, Englische Widder und Sachsengold zu sehen waren. Die Kaninchenfreunde kamen auf ihre Kosten.

Gelungene Premiere

Die beiden Vorsitzenden der gastgebenden Vereine, Norbert Mertens (Langbroich) und Franz-Josef Temme (Grebben), sprachen von einer gelungenen Premiere, bester Öffentlichkeitsarbeit und mit Blick auf die Museumshalle von einem Glücksgriff. So bestaunten auch die Besucher, die eigentlich zur Selfkantbahn wollten, das schöne Hobby der Kaninchenzucht.

Im Rahmen des Kameradschaftsabends wurden auch Auszeichnungen verliehen. Die Landesverbandsmedaille für Senioren erhielt Willy Thoma für seine Zucht Kleinsilber schwarz, die Landesverbandsmedaille der Jugend ging an Jonas Mertens (Schwarzgrannen). Jonas Mertens wurde ferner erster Vereinsjugendmeister. Platz zwei erreichte Pia Mertens (Löwenköpfchen rhönfarbig), Dritter wurde Yanik Rick (Zwergwidder rhönfarbig). Erster Vereinsmeister bei den Senioren wurde Willy Thoma vor Helmut Koof (Satin Elfenbein) und Heidi Mertens (Löwenköpfchen rhönfarbig).

Ehrenpreise erhielten Jimmy von Krüchten (Englische Widder tühringerfarbig), Franz-Josef Temme (Thüringer), Sabine Broy (Kleinsilber schwarz), Norbert Mertens (Rhönkaninchen), Daniel Rick (Neuseeländer rot), Josef Dohmen (Deutschen Riesen weiss), Annemarie Honold (Sachsengold) und Hermann Crumbach (Englische Widder schwarz). Das beste Jungtier der Ausstellung hatte Norbert Mertens (Röhnkaninchen), Franz-Josef Temme das beste männliche (Thüringer) und Heidi Mertens das beste weibliche Kaninchen (Löwenköpfchen rhönfarbig).

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung