Geilenkirchen: Kanadische Einheit bittet zum „Terry-Fox-Lauf”

Geilenkirchen: Kanadische Einheit bittet zum „Terry-Fox-Lauf”

Ein an Knochenkrebs erkrankter und aus diesem Grund beinamputierter junger Mann aus Kanada hat einem von seinen Landsleuten weltweit veranstalteten Benefiz-Lauf seinen Namen gegeben: Terry Fox.

Der Kanadier machte mit einem Bein und Prothese durch Kanada laufend im Jahre 1980 die Menschen auf die schlimme Krankheit aufmerksam. Sein „Marathon der Hoffnung” dauerte 143 Tage, wobei er täglich etwa 42 Kilometer zurücklegte. Noch bevor er sein Ziel erreichte, brach Terry Fox vor Schmerzen zusammen, denn die Krebszellen hatten bereits seine Lunge erreicht.

Am 28. Juni 1981 erlag Terry Fox im Alter von nur 22 Jahren im Kreise seiner Familie der heimtückischen Krankheit. Seitdem wird der „Terry Fox Run” in vielen Ländern veranstaltet und wurde in dieser Woche zum 30. Mal von der kanadischen Gemeinde in Geilenkirchen ausgerichtet.

Im Jahre 1983 gab der damals in Geilenkirchen tätige Offizier Allen die Initialzündung für den ersten Lauf im westlichsten Kreis der Bundesrepublik. In den Anfangsjahren starteten die Teilnehmer am Marktplatz in Geilenkirchen, auf der Nato-Airbase, aber auch im Naherholungsgebiet Übach-Palenberg sowie in den vergangenen Jahren in der Selfkantkaserne. Am Donnerstag fiel der Startschuss zum zweiten Mal hintereinander auf dem Gelände der Nato-Airbase in Teveren. Nachdem Animateur J.F. Bernard mit einem „Warm Up Eröffnungs-Fitness” den Frauen und Männern ordentlich eingeheizt hatte, liefen oder radelten die mehr als 100 Teilnehmer auf einer vorbestimmten Strecke, wobei zwischen einer fünf und einer zehn Kilometer Route ausgewählt werden konnte.

Oberst Jack Backstrom, Dienstältester Offizier der Kanadier in Geilenkirchen, lobt die Arbeit des Organisationskomitees mit dem Vorsitzenden Sergeant Randy Dowden und Gudrun MacKinnon sowie dem Laufkoordinator Charles Riffou. Der kanadische Oberst nahm mit dem Fahrrad am Terry Fox Run teil und startete gemeinsam mit dem Kommandeur des Nato E-3A-Verbandes, Brigadegeneral Andrew M. Mueller, wobei letzterer es eher mit dem Laufen hielt.

Neben dem genannten Team sind aber viele weitere Helfer am Erfolg der Benefiz-Veranstaltung beteiligt. Die Aktion lebt von freiwilligen Spenden, auf eine Startgebühr wurde in diesem Jahr verzichtet. Der Erlös kommt mit Hinblick auf die Erkrankung von Terry Fox immer der Deutschen Krebshilfe zugute. Mit weiteren Aktionen, unter anderem mit einem Lauf der Realschule Geilenkirchen, wird das Spendenergebnis weiter aufgestockt.

Mehr von Aachener Zeitung